Hartberg erreicht hohe Ladepunkt-Dichte
Die Klimaregion Hartberg zählt mit 142 Ladepunkten zur Dichte führenden Regionen Österreichs. Dies wurde im Rahmen einer Pressekonferenz der Klima- und Energie-Modellregion in Greinbach bekannt gegeben.
Während der europäischen Mobilitätswoche informierten der Bürgermeister, die Firma Erst sowie Vertreter der Stadtwerke Hartberg über die Fortschritte der Elektromobilität. Mit 8,7 Ladepunkten pro 1.000 Einwohner erreicht Hartberg die doppelte Dichte im Vergleich zu Österreichs Durchschnitt von 4,3 Ladepunkten pro 1.000 Einwohner. In der Region leben etwa 16.365 Menschen, während landesweit rund 40.077 Ladepunkte für 9,2 Millionen Einwohner verfügbar sind.
In jüngster Zeit haben mehrere Unternehmen vor Ort eigene Ladestationen aufgebaut, darunter die Firma Erst und das Ringcenter Ulreich. Die Stadtwerke Hartberg betreiben weiterhin die meisten Ladepunkte in der Region, einschließlich der leistungsstarken Supercharger in der Alleegasse und am Hauptplatz. Der Strompreis für Kunden beträgt derzeit 35 Cent pro Kilowattstunde. Der Bürgermeister lobte die Investitionen der regionalen Unternehmen und der Stadtwerke in die Ladeinfrastruktur.
„Mit 142 Ladepunkten haben wir in der Region die doppelte Dichte zum österreichweiten Vergleich. Einen wesentlichen Anteil trafen hierzu unsere regionalen Unternehmen sowie die Stadtwerke Hartberg, welche in den letzten Jahren viel in Ladestellen investiert haben. Ihnen danke ich herzlichst für diese Zukunftsinvestitionen.“
Marcus Martschitsch, Bürgermeister Hartberg
Der Anstieg der Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen zeigt ebenfalls deutliche Fortschritte. Der Anteil dieser Fahrzeuge an den Neuzulassungen stieg von 0,1 Prozent im Jahr 2020 auf etwa 21 Prozent im Jahr 2025. Mit Berücksichtigung der Hybridfahrzeuge besitzen mittlerweile fast 60 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge einen elektrischen Antrieb.
Die Förderung der Elektromobilität wird als Beitrag zur Energieunabhängigkeit betrachtet. Fahrzeuge verursachen etwa ein Viertel des energetischen Endverbrauchs in Österreich, wobei die benötigten fossilen Brennstoffe importiert werden. Ein vollständiger Umstieg auf Elektrofahrzeuge könnte gemäß Schätzungen den Strombedarf um rund 18 Prozent erhöhen, während Elektroautos deutlich effizienter als Verbrennungsmotoren sind.
Einordnung
Die Ladeinfrastruktur in Hartberg wird durch die Verdopplung der Dichte entscheidend gestärkt. Dies ist relevant für die künftige Elektromobilität und unterstützt die Reduzierung von CO2-Emissionen im Verkehr. Die verstärkten Investitionen von Unternehmen und Stadtwerken fördern zudem die lokale Energieunabhängigkeit.


