Europameister kämpft bei WorldSkills in Shanghai
SHANGHAI. Bei den Berufsweltmeisterschaften in Shanghai ist der amtierende Europameister in der Kälte- und Klimatechnik, Jonas Danninger, am zweiten Wettkampftag trotz einer Erkrankung im Einsatz. Er kämpft unter Fieber gegen die Zeit.
Michael Tobisch, Österreichs technischer Delegierter, bewertet die bisherigen Leistungen seiner Teamkollegen optimistisch und betont die gute Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Teams: „Wir müssen uns auf keinen Fall verstecken und können überall sehr gut mithalten.“ Die hohen Leistungsanforderungen machen Precision und Konzentration unerlässlich, da bereits kleine Fehler entscheidend sein können.
Krankheit als ungeplanter Gegner
Danninger, der für Hauser Kältetechnik in Linz arbeitet, äußert, dass er sich zwar unwohl fühlt, aber nicht aufgeben möchte. Am ersten Wettkampftag baute er erfolgreich eine Wärmepumpe mit wasserbeheiztem Boiler. „Die Anlage ist dann gelaufen“, berichtet er. Neben der Errichtung muss Danninger auch Bauteile herstellen und hartlöten sowie Fehlersuchen im Kältekreislauf und in der Elektrik durchführen.
Der Wettbewerb umfasst 26 Teilnehmer aus verschiedenen Ländern, darunter Korea, Brasilien und die Philippinen. Danninger erklärt: „Eigentlich ist es unmöglich, fertig zu werden, wenn man alles regelkonform umsetzen möchte.“
Einordnung
Die Herausforderungen in der Kälte- und Klimatechnik erfordern von Danninger außergewöhnliche Einsatzbereitschaft und Konzentration. Sein Kampf gegen die Krankheit könnte die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs beeinträchtigen und zeigt die enormen Anforderungen, die an die Teilnehmer gestellt werden.


