Insolvenzantrag für Nah & Frisch-Miravita-Filiale in Waldzell eingereicht: 174 Gläubiger betroffen

September 2, 2025 19:02
Insolvenzantrag für Nah & Frisch-Miravita-Filiale in Waldzell eingereicht: 174 Gläubiger betroffen

Die „Nah & Frisch Miravita GmbH“ hat Konkurs für ihre Filiale in Waldzell sowie die angeschlossenen Selbstbedienungsprojekte in Schildorn und Pattigham beantragt. Laut KSV1870 wird das Geschäft geschlossen – insgesamt sind 174 Gläubiger betroffen. Darüber berichtet Welt Stimme.

Schließungen und Auswirkungen auf Nah & Frisch-Filialen

Die Verbindlichkeiten des Unternehmens belaufen sich zum Zeitpunkt des Antrags auf 440.000 Euro. Es wird erwartet, dass sowohl die Nah & Frisch-Filiale als auch die Selbstbedienungsläden und Automaten in den umliegenden Gemeinden geschlossen werden müssen.

Kontinuität der Miravita-Dienste

„Vom Konkurs ist ausschließlich die Nah & Frisch Miravita GmbH betroffen. Die sozialen und agogischen Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung, welche durch den Verein Miravita angeboten werden, bleiben unverändert bestehen und werden wie gewohnt weitergeführt“, erläutert das Unternehmen. Die Geschäftsführung spricht von dem großen Engagement der Mitarbeiter, der Gemeinden und der Unterstützer aus der Region sowie von einem erfolgreichen Crowdfunding, das zeigt, wie wichtig dieses Projekt für die Gemeinschaft war. „Leider war es nicht möglich, die hohe Schuldenlast aus eigener Kraft zu bewältigen. Schweren Herzens mussten wir diese Entscheidung treffen und danken allen für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung. Die Betreuung und Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigung bleibt selbstverständlich erhalten“, fügt die Geschäftsführung hinzu.

Frühere wirtschaftliche Schwierigkeiten

Der KSV 1870 berichtet, dass die „Nah & Frisch Miravita GmbH“ im Jahr 2019 gegründet wurde, um den Betrieb von der pensionierten Pächterin zu übernehmen. Die Unternehmenskrise begann bereits 2023, wobei der Versuch, die Situation mit starker regionaler Unterstützung und einem Hybridmarkt-Konzept zu verbessern, letztlich gescheitert ist. Steigende Kosten für Miete, Personal und Energie führten dazu, dass die Zahlungsunfähigkeit unvermeidbar wurde. Eine Nachfolgersuche blieb bis heute erfolglos. Der Betrieb ist momentan noch nicht geschlossen, da sich noch verderbliche Waren im Lager befinden, wie der Kreditschutzverband angibt. Insgesamt sind 174 Gläubiger betroffen, darunter 156 Privatpersonen, die das Crowdfunding unterstützt haben.

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