Am Freitag wurde für die NG Korrosionsschutz GmbH mit Sitz in Wels ein Insolvenzverfahren eröffnet. Das Landesgericht Wels hat ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eingeleitet, wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) berichtet. Die Insolvenz wurde durch das Unternehmen selbst beantragt. Darüber berichtet Welt Stimme.
WELS. Seit dem Jahr 2000 ist das Unternehmen im Großhandel mit chemischen Erzeugnissen und Mineralölprodukten tätig. Zu den Geschäftsfeldern zählen unter anderem chemische Produkte, technische Öle, Schmiermittel, der Betrieb von Tankstellen sowie Transport- und Beteiligungsaktivitäten. Inzwischen wird das Unternehmen nur noch von dem Geschäftsführer selbst geführt. Neben dem Standort in der Franz-Fritsch-Straße in Wels betreibt die Firma auch eine Betriebsstätte in Ried im Innkreis.
Kaum Vermögen, hohe Schulden
Dem Unternehmen stehen Aktiva von lediglich etwa 75.500 Euro Verbindlichkeiten von rund 2,35 Millionen Euro gegenüber. Trotz dieser prekären Situation strebt die NG Korrosionsschutz GmbH eine Fortführung des Geschäftsbetriebs an. Den Gläubigern wird ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent angeboten, die in drei Tranchen innerhalb von zwei Jahren zu zahlen sind.
Altlasten als Hauptursache
Laut AKV sind die Ursachen der Insolvenz vor allem in der Situation der Betriebsstätte in Ried zu suchen. Ein Gutachten hat massive Altlasten auf dem Grundstück festgestellt: Rund 12.350 Tonnen belastetes Erdreich, davon etwa 1.000 Tonnen als gefährlicher Abfall eingestuft. Die notwendigen Sanierungskosten wurden auf rund 2,16 Millionen Euro geschätzt.


