Das Linzer Chemieunternehmen ESIM hat gestern Insolvenz angemeldet, was einen schweren Schlag für den Wirtschaftsstandort Linz darstellt. Darüber berichtet Welt Stimme.
LINZ. „Der Konkursantrag von ESIM ist ein schwerer Schlag für den Wirtschaftsstandort Linz“, erklärte der Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) heute in einer Presseaussendung. Das Unternehmen beschäftigt zahlreiche hochqualifizierte Fachkräfte und ist ein bedeutender Bestandteil des industriellen Rückgrats der Stadt. ESIM ist mit Schulden in Höhe von rund 118 Millionen Euro in die Insolvenz gerutscht. Nahezu 300 Mitarbeitende bangen um ihre Jobs. Der Betrieb soll mittelfristig fortgeführt werden, um eine Sanierung oder Restrukturierung zu ermöglichen. „Ich hoffe sehr, dass ein gut aufbereiteter Sanierungsplan greifen kann und es gelingt, den Standort und möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern“, so Prammer.
Druck auf Industriestandort OÖ wächst
Der Druck auf den Industriestandort Oberösterreich nimmt zu. Prammer fordert eine „Neuausrichtung der Wirtschaftsförderpolitik des Landes Oberösterreich“. „Wir brauchen ein klares Bekenntnis des Landes zur Unterstützung der Betriebe – insbesondere jener, die hier in Linz und Oberösterreich Wertschöpfung und Arbeitsplätze sichern. Städte können diese Aufgaben allein nicht stemmen“, wird Prammer in der Presseaussendung zitiert. Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) nimmt Prammer in die Pflicht: „Die jüngsten Entlastungsbeschlüsse im Nationalrat – insbesondere die Unterstützung bei den Energiekosten und die Entlastung der Industrie bei den Strompreisen – sind ein erster, wichtiger Schritt.“ Es bedarf jedoch mehr als kurzfristiger Maßnahmen.


