Miba-Chef Mitterbauer kündigt Maßnahmen zur Entlastung von Unternehmen und Bürgern in Oberösterreich an

Juni 16, 2026 15:39
Miba-Chef Mitterbauer kündigt Maßnahmen zur Entlastung von Unternehmen und Bürgern in Oberösterreich an

Miba-Chef F. Peter Mitterbauer über Innovation und Wettbewerbsfähigkeit

F. Peter Mitterbauer leitet in vierter Generation das Familienunternehmen Miba mit Sitz im oberösterreichischen Laakirchen und 7.400 Mitarbeitern in weltweit 30 Werken. Im Interview äußert sich Mitterbauer zur aktuellen wirtschaftlichen Lage und erklärt, warum Miba zu den Unternehmen mit den meisten Patenten in Österreich zählt.

Miba produziert Gleitlager, Sinterteile, Reibbeläge und Leistungselektronik-Komponenten, die in Wasserkraftwerken, Windturbinen, Autos, Traktoren, Flugzeugen und Schiffen eingesetzt werden. Mitterbauer betont, dass die Technologien des Unternehmens darauf abzielen, den CO2-Fußabdruck der Kunden zu reduzieren, im Einklang mit der Unternehmensmission „Technologies for a cleaner planet“.

Auf die Frage, wie Miba in der gegenwärtigen wirtschaftlich angespannten Situation agiert, erklärt Mitterbauer, dass eine klare Strategie vorliegt, die alle sechs bis sieben Jahre angepasst wird. Flexibilität sei wichtig, gleichzeitig sei Gelassenheit in turbulenten Zeiten hilfreich. Mitterbauer verweist auf die Geschichte des Unternehmens und betont die Bedeutung der Selbstwirksamkeit für die Mitarbeiter.

Die diversifizierte Ausrichtung des Unternehmens spielt eine wichtige Rolle, um wirtschaftliche Bedrohungen wie das langsame Wachstum oder die US-Zollpolitik abzufedern. Miba ist global tätig und produziert für verschiedene Industrien, was eine gewisse Stabilität gewährleistet. Die vier Geschäftsbereiche bieten zusätzliche Sicherheit für das Unternehmen.

Mitterbauer hebt die Bedeutung von Innovation hervor, die das Rückgrat des Unternehmens darstellt. Er erklärt, dass die politische Verantwortung darin besteht, die Rahmenbedingungen für die internationale Wettbewerbsfähigkeit kontinuierlich zu verbessern. Auch die Deregulierung sieht er als wesentlichen Faktor, um Unternehmen und Arbeitnehmern das Atmen zu erleichtern.

Die Miba bildet derzeit 240 Lehrlinge aus, unterstützt durch ein hohes Ansehen in der Region. Das Unternehmen plant Investitionen in Höhe von 12 Millionen Euro in ein modernes Ausbildungszentrum, das noch in diesem Sommer eröffnet werden soll. Für Mitterbauer spielt die Ausbildungsqualität eine zentrale Rolle, um den Herausforderungen der zukünftigen Arbeitswelt zu begegnen.

Einordnung

Miba fokussiert sich auf Innovation und Diversifizierung, um sich in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld zu behaupten. Durch langfristige Investitionen in die Ausbildung und Anpassung der Unternehmensstrategien möchte das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit sichern und die Mitarbeiterbindung stärken.

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