Likra erweitert Produktionsstandort in Marchtrenker
Der Linzer Futtermittelhersteller Likra hat seinen Produktionsstandort in Marchtrenke um ein zusätzliches, sieben Stockwerke hohes Werk erweitert. Diese Maßnahme erhöht die Produktionskapazitäten, entlastet das bestehende Werk in Linz und schafft neue Arbeitsplätze.
Der Ausbau war laut Unternehmensangaben notwendig, da die Nachfrage stark angestiegen ist. Eine Firmensprecherin betonte, dass das Werk in Linz bereits überlastet sei. Mit dem neuen Werksteil in Marchtrenke wird es möglich sein, höhere Produktionsmengen zu erzeugen und die Abläufe modern zu gestalten. Zudem wird die neue Anlage energieeffizienter arbeiten.
Diversifiziertes Futterangebot
Likra produziert Futter für diverse Tierarten, darunter Fertigfutter, Konzentrate, Mineralfutter und hochkonzentrierte Prämixe für landwirtschaftliche Nutztiere. Besonders stark nachgefragt sind Futtermittel für Rinder und Geflügel, außerdem werden Mischungen für heimisches Wild angeboten. Neu im Sortiment sind auch Pferdemüsli und spezielles Futter für Alpakas, was auf Entwicklungen in der Tierhaltung reagiert.
Produktions- und Umsatzzahlen
Bislang wurden von 205 Mitarbeitern etwa 200.000 Tonnen Futter jährlich produziert. Im Jahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 115,5 Millionen Euro. Eine Einschätzung zur Steigerung der Produktion wird voraussichtlich erst in einem Jahr möglich sein. Likra wurde 1959 in Linz gegründet und betreibt neben dem Standort in Linz auch eine Produktionsstätte in Marchtrenke sowie ein Werk in Ingolstadt, Deutschland. Der Vertrieb in Österreich erfolgt über ein dichtes Händlernetz, Verkaufsberater und Direktvertrieb.
Exportanteil und globale Präsenz
Rund 26 Prozent des Umsatzes erzielt Likra im Export. Die Produkte werden in über 50 Länder geliefert, darunter Deutschland, Italien, Polen, die Schweiz und die Türkei, sowie nach China, Saudi-Arabien, Usbekistan und in die Vereinigten Arabischen Emirate.
Einordnung
Die Erweiterung des Werks in Marchtrenke ermöglicht es Likra, auf die wachsende Nachfrage nach Futtermitteln zu reagieren und die Produktionskapazitäten zu steigern. Dies wird die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken und den internationalen Marktanteil weiter ausbauen.


