Die Handelsbetriebe in Niederösterreich rechnen auch im Jahr 2025 mit steigenden Kosten, die insbesondere durch Löhne, Material und Energie verursacht werden.
Laut einer aktuellen Aussendung der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) erwarten die Handelsunternehmen im Bundesland, dass die Preise in den kommenden zwölf Monaten weiter steigen werden. Die Hauptursache, die neun von zehn Unternehmen angeben, sind die erhöhten Arbeitskosten. An zweiter Stelle folgen höhere Preise für Vorleistungen und Materialien mit 58,3 Prozent, gefolgt von den Kosten für Energie und Kraftstoffe, die 48,4 Prozent betragen.
Spartenobmann fordert faire Wettbewerbsbedingungen
Franz Kirnbauer, Obmann der Sparte Handel in der WKNÖ, betont den massiven Druck, unter dem die Branche steht. „Niederösterreichs Handelsunternehmen stehen weiter unter Druck“, erklärt er. Um die Betriebe zu unterstützen, fordert Kirnbauer dringend ein Entlastungspaket. Insbesondere hebt er die Notwendigkeit hervor, mehr Fairness im Wettbewerb gegenüber internationalen Online-Anbietern zu gewährleisten.
„Wir brauchen dringend Entlastungen und mehr Fairness im Wettbewerb gegenüber internationalen Online-Anbietern. Es geht hier um Produktqualität, Sicherheit für Käuferinnen und Käufer in Bezug auf Gesundheit und Garantien, sowie klare Regeln, die auch eingehalten werden“, so Kirnbauer weiter.
Appell an Konsumentinnen und Konsumenten
Kirnbauer appelliert direkt an die Kundinnen und Kunden, beim Einkaufen verstärkt auf regionale Geschäfte zu setzen. „Es geht um Wertschöpfung, Arbeitsplätze und die Absicherung unserer Sozialsysteme.“ Sein Ziel ist es, nicht nur den Handel zu stärken, sondern auch einen Beitrag zur Stabilität des heimischen Wirtschafts- und Sozialsystems zu leisten.
Forderungen nach politischen Maßnahmen
Die WKNÖ richtet überdies konkrete Forderungen an die Politik. An oberster Stelle steht die Senkung der Lohnnebenkosten, die von 87,5 Prozent der Betriebe im WKNÖ-Wirtschaftsbarometer als wichtigste Priorität genannt wurde. Darüber hinaus fordern 75,5 Prozent der Unternehmen einen umfassenden Bürokratieabbau. 72,1 Prozent der Betriebe sehen steuerliche Leistungsanreize, wie die Begünstigung von Überstunden oder längeres Arbeiten, als zentral an. Mit 52,6 Prozent folgt der Wunsch nach wettbewerbsfähigen Energiepreisen.
Darüber berichtet Welt Stimme.


