Ein österreichisches Team hat erstmals das Finale des DEFCON „Capture the Flag“-Contests in Las Vegas erreicht, einem bedeutenden Wettbewerb im Bereich des ethischen Hackings.
GRAZ. Ein Team von Studierenden aus ganz Österreich, darunter auch Studierende der TU Graz, hat sich für das Finale der inoffiziellen Hacking-Weltmeisterschaft, dem DEFCON „Capture the Flag“-Contest, qualifiziert. Unter dem Teamnamen „KuK Hofhackerei“ konnte das etwa 40-köpfige Team im Vorentscheid den sechsten Platz erzielen und gehört nun zu den zwölf besten ethischen Hacking-Teams weltweit. Die Endrunde findet vom 7. bis 10. August statt.
Österreich erstmals im Finale
Dies ist das erste Mal seit 2012, dass ein österreichisches Team die Finalrunde eines solchen Wettbewerbs erreicht. Die Teilnehmer sind gefordert, vielfältige Aufgabenstellungen im Bereich IT-Sicherheit zu lösen, mit dem Ziel, Schwachstellen zu identifizieren und auszunutzen. Stefan Mangard, Leiter des Institute of Information Security an der TU Graz, betont: „An der TU Graz bieten wir Studierenden mehr als 20 Lehrveranstaltungen für eine umfassende Spezialisierung in der Cybersicherheit. Wir freuen uns sehr, dass die Studierenden sich zum Team KuK Hofhackerei zusammengeschlossen haben und ihr Wissen so erfolgreich in diesem internationalen Wettbewerb anwenden.“
Eine Besonderheit des Wettbewerbs besteht darin, dass er vor Ort in speziell eingerichteten Räumen abgehalten wird. Sebastian Felix, Masterstudent an der TU Graz und Mitglied des Teams, erklärt: „Wir entwickeln spezielle Tools und Programme, die im Wettbewerb zum Einsatz kommen könnten. Obwohl wir die Aufgaben im Voraus nicht kennen, müssen wir dank dieser Vorbereitung während des Wettbewerbs nicht bei Null anfangen, sondern können bestehenden Code anpassen oder erweitern.“ Das Team erhält zudem Unterstützung von Sponsoren aus der Industrie, darunter das Linzer Softwareunternehmen Dynatrace, ein führendes Unternehmen im Bereich KI-gestützter IT-Observability und IT-Security.


