Österreichische Investmentfonds erreichen Höchststand
Das Vermögen der in Österreich aufgelegten Investmentfonds hat Ende Juni 2023 einen neuen Rekordwert von 260,1 Milliarden Euro erreicht. Diese Entwicklung wurde durch positive Entwicklungen an den Finanzmärkten und steigende Nettomittelzuflüsse nach einem verhaltenen Jahresauftakt begünstigt.
Bereits zu Jahresbeginn waren die internationalen Finanzmärkte von geopolitischen Spannungen geprägt, was viele Anleger zu einem zurückhaltenden Investitionsverhalten veranlasste. Im zweiten Quartal zeigte sich allerdings eine Verbesserung der Marktstimmung, unterstützt durch eine Entspannung auf den Energiemärkten sowie einen Anstieg der Aktienkurse, der auch die österreichischen Fonds positiv beeinflusste.
Die heimischen Kapitalanlagegesellschaften und Fondsmanager verwalteten Ende Juni insgesamt 2.110 Investmentfonds. Im Vergleich zum Ende März 2023 stieg das Vermögen um 7,6 Prozent, während es im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar einen Anstieg von 12 Prozent verzeichnete.
Rentenfonds verzeichnen stärkste Zuflüsse
Die Nettozuflüsse der österreichischen Fonds beliefen sich im zweiten Quartal auf insgesamt 628 Millionen Euro. Dabei trugen insbesondere Rentenfonds mit einem Zufluss von 1,05 Milliarden Euro maßgeblich zum Wachstum bei. Aktienfonds verzeichneten hingegen Zuflüsse von 242 Millionen Euro.
Im Gegensatz dazu erlebten andere Anlageklassen Nettoabflüsse. Mischfonds mussten einen Rückgang von 301 Millionen Euro hinnehmen, während aus Immobilienfonds insgesamt 346 Millionen Euro abflossen, was die bereits seit mehreren Jahren beobachtete negative Entwicklung fortsetzt.
Die Daten stammen aus dem Quartalsbericht Asset Management der Finanzmarktaufsicht (FMA), die diesen Bericht erstmals in einer kompakten zweiseitigen Form veröffentlicht hat.
Einordnung
Die positive Entwicklung des Vermögens der Investmentfonds und die stärksten Zuflüsse bei Rentenfonds zeigen eine Stabilisierung nach einer Phase der Unsicherheit. Dies hat potenziell positive Auswirkungen auf die Finanzierungsbedingungen in Österreich und könnte das Vertrauen der Anleger in den Markt stärken.


