Rückgang in der Papier verarbeitenden Industrie
Die Papier verarbeitende Industrie in Österreich hat im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang von drei Prozent verzeichnet. Der Produktionswert sank auf 2,23 Milliarden Euro, was die Branche vor erhebliche Herausforderungen stellt.
PROPAK, der Fachverband der Papier verarbeitenden Betriebe, sieht sich mit steigenden Arbeitskosten und einem intensiveren Wettbewerb konfrontiert. Laut einer Studie von EcoAustria sind die Lohnstückkosten zwischen 2017 und 2025 um rund 37 Prozent gestiegen, während der Anstieg im Euroraum nur 27 Prozent beträgt. Rund 80 Prozent der produzierten Waren werden exportiert, insbesondere nach Deutschland, in die Schweiz sowie nach Polen, Ungarn und Tschechien. Viele heimische Unternehmen haben Anteile an günstigere Mitbewerber verloren.
Innovationen zur Stärkung der Branche
Um den Herausforderungen entgegenzuwirken, setzt die PROPAK auf innovative Lösungen, vor allem im Bereich des Umweltschutzes. Dazu zählen recyclingfähige Verpackungen aus Papier und Karton, die zunehmend Kunststoff ersetzen. Angesichts steigender Kunststoffpreise ergibt sich derzeit ein Wettbewerbsvorteil für die Papier verarbeitenden Betriebe.
Gleichzeitig erhöht die wachsende Bürokratie den Druck auf die Unternehmen. Die neue Verpackungsverordnung (PPWR) bringt zahlreiche zusätzliche Dokumentations- und Berichtspflichten mit sich, die die Verwaltungskosten anheben. Der Fachverband fordert daher die Politik und Sozialpartner auf, diese Probleme proaktiv anzugehen.
Einordnung
Der Umsatzrückgang und die gestiegenen Kosten beeinflussen die Wettbewerbsfähigkeit der Papier verarbeitenden Industrie nachhaltig. Die Notwendigkeit, sich durch Innovationen anzupassen, wird immer drängender, während bürokratische Hürden zusätzliche Belastungen für die Unternehmen schaffen.


