Die Salzkammergut-Media GmbH hat ein gerichtliches Sanierungsverfahren eingeleitet, um sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen. Ziel ist die strukturelle Weiterentwicklung des Unternehmens und die Schaffung einer stabilen Basis für die kommenden Jahre. Darüber berichtet Welt Stimme.
GMUNDEN, OÖ. Am 9. März hat die Salzkammergut-Media Ges.m.b.H., 3390 Melk, Auf der Schön 2, ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht St. Pölten beantragt, berichtet der Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870). Betroffen sind 67 Dienstnehmer und 215 Gläubiger, während das Unternehmen, das Druckerei, Medienarbeiten und Werbeagentur umfasst, neben dem Hauptsitz in Melk mehrere Standorte in Gmunden, Rohr, Traun, Freistadt und Bad Ischl hat. Die Passiva belaufen sich auf 3,5 Millionen Euro bei Aktiva von lediglich 312.000 Euro.
Rahmenbedingungen gewandelt
„In den letzten Monaten haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Branche erheblich gewandelt“, erklärt die Salzkammergut-Media in einer Aussendung. Man verweist zudem auf allgemeine Marktrückgänge, Ausfälle einzelner Kunden und den unerwarteten Wegfall aller Kreditlinien, was die Unternehmensführung veranlasst hat, Maßnahmen zu ergreifen. Das gerichtliche Sanierungsverfahren ermögliche es, notwendige Anpassungen strukturiert umzusetzen, während der laufende Geschäftsbetrieb aufrechterhalten wird. Für Kunden, Partner und Mitarbeitende bleibt alles unverändert. „Wir betrachten diesen Schritt als bewusste, proaktive Entscheidung. Es geht darum, frühzeitig zu handeln, Strukturen anzupassen und das Unternehmen langfristig zu stärken“, führt die Geschäftsführung weiter aus.
Prozess sei notwendig
„Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die das Unternehmen auch in dieser Phase mit großem Engagement unterstützen, sowie unseren Kunden und Lieferanten, die uns seit vielen Jahren begleiten und uns in dieser Phase ihr Vertrauen schenken. Diese partnerschaftliche Zusammenarbeit bildet eine wesentliche Grundlage, um den eingeschlagenen Weg erfolgreich fortzusetzen“, so die Geschäftsführung. Sie arbeitet bereits an den nächsten Entwicklungsschritten und betrachtet den eingeleiteten Prozess als notwendig, um das Unternehmen auf eine stabilere Grundlage zu stellen und neue Perspektiven zu schaffen. Der geschäftsführende Gesellschafter Daniel Fürstenberger erklärt: „Am Standort Gmunden wird, wie bereits gesagt, festgehalten! Ich hoffe, dass die nächsten Tage ruhig über die Bühne gehen und wir uns auf die Sanierung und Rettung der Arbeitsplätze konzentrieren können.“
Sanierungsplan angeboten
Laut KSV1870 bietet die Schuldnerfirma den betroffenen Insolvenzgläubigern einen Sanierungsplan an, lautend auf Zahlung einer Quote von 20 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren. Die Finanzierung dieser Quote soll aus dem Fortbetrieb erfolgen. „Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Sanierungsbestrebungen tatsächlich aufrechterhalten werden können“, erklärt Brigitte Dostal vom KSV1870.


