Steiermärkische Sparkasse blickt auf 200 Jahre zurück
Die Steiermärkische Sparkasse feierte im Jahr 2025 ihr 200-jähriges Bestehen. Neben Jubiläumsfeierlichkeiten war das Jahr von wirtschaftlichen Herausforderungen geprägt, bedingt durch globale Entwicklungen und Konflikte. Trotz dieser Umstände weist die Sparkasse ein positives Jahresergebnis aus.
DEUTSCHLANDSBERG/LEIBNITZ. Hohe Inflationsraten, geopolitische Unsicherheiten und technologische Veränderungen stellten bedeutende Herausforderungen dar. Dennoch kann die Steiermärkische Sparkasse auf einen Jahresüberschuss nach Steuern von 436 Millionen Euro zurückblicken. Die Bilanzsumme stieg auf 23,8 Milliarden Euro, was das nachhaltige Wachstum unterstreicht. Das Eigenkapital erhöhte sich auf 3,9 Milliarden Euro.
Kundenstamm und Beratung
Etwa die Hälfte der Steirerinnen und Steirer vertrauen auf die Steiermärkische Sparkasse. 66.870 Kunden wurden in den 14 Filialen der Süd- und Weststeiermark betreut, darunter 2.800 Neukunden im Jahr 2025. Laut Wolfgang Schrei, Leiter der Sparkasse in der Region, liegt der Fokus verstärkt auf dem Gründungsgedanken, den Menschen finanzielle Sicherheit zu bieten. Der Financial-Health-Check analysiert die finanzielle Situation der Kunden und erörtert Optimierungsmöglichkeiten. Im letzten Jahr fanden allein in den Bezirken Deutschlandsberg und Leibnitz 11.500 Gespräche statt.
Förderung der Finanzbildung
Die Jugend zeigt zunehmend Interesse an finanzieller Vorsorge und Wertpapieranlagen. Mit Initiativen wie „Money Talks“ in Schulen fördert die Bank das Bewusstsein für Finanzthemen. Der im Jahr 2025 eröffnete „FLiP im CoSA“ in Graz bietet ein interaktives Finanzmuseum, das den Zugang zu Geldthemen erleichtert und spielerisch Wissen über Kaufkraft und Inflation vermittelt.
Personalisierte Beratung in Filialen
In den Filialen der Steiermärkischen Sparkasse gibt es spezialisierte Beratung, unter anderem für den Wohnbau. Kunden können auch über Videocalls mit Experten kommunizieren. Die Bank strebt eine Balance zwischen Digitalisierung und persönlicher Kundenbetreuung an, besonders bei wichtigen Themen wie Wohnbaufinanzierungen. Über 50 Prozent der Filialen in der Süd- und Weststeiermark wurden bereits modernisiert.
Aufwärtstrend bei Wohnbaufinanzierungen
Die Nachfrage nach Wohnbaufinanzierungen steigt, da wieder vermehrt gebaut und gekauft wird. Kunden tendieren zu langfristigen und fix verzinsten Finanzierungen. Die Steiermärkische Sparkasse erwartet moderaten Anstieg der Zinsen im Herbst, ohne dramatische Änderungen.
Ambivalente Unternehmenslage
Die Unternehmenslage gestaltet sich ambivalent. Es gibt sowohl einen Anstieg bei Insolvenzen als auch Unternehmen, die ihre besten Ergebnisse erzielen. Oliver Kröpfl, Vorstandsmitglied, berichtet von einem Aufwärtstrend bei Investitionen und Finanzierungen. Das konservative Sparen wird als Risiko angesehen, während langfristige Anlagemöglichkeiten wie Wertpapiere und Fonds empfohlen werden. Schrei betont die Bedeutung der Kundenbetreuung und -orientierung.
Einordnung
Die Steiermärkische Sparkasse verdichtet ihre Kundenbeziehungen durch gezielte Beratung und Bildungsinitiativen. Die positive Entwicklung bei Finanzierungen und die Modernisierung der Filialen sind entscheidende Schritte in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, das Vertrauen der Kunden zu stärken und die Bank für zukünftige Herausforderungen zu wappnen.


