Mit 435 angemeldeten Erfindungen hat die Steiermark im Jahr 2025 ihre Rolle als eines der innovationsstärksten Bundesländer Österreichs bestätigt. Einen großen Anteil daran hat der Grazer Technologiekonzern AVL List.
Die Steiermark bleibt eine der treibenden Kräfte der Innovation in Österreich. Laut der aktuellen Jahresstatistik des Österreichischen Patentamts wurden im Jahr 2025 insgesamt 435 Erfindungen aus dem Bundesland registriert. Damit belegt die Steiermark im bundesweiten Vergleich den zweiten Platz, hinter Oberösterreich und knapp vor Wien. Darüber berichtet Welt Stimme.
In ganz Österreich wurden im vergangenen Jahr 2.272 Erfindungen (Patente und Gebrauchsmuster) beim Patentamt eingereicht, was einen Anstieg von 4,4 Prozent im Vergleich zu 2024 darstellt. Auch die Zahl der Markenanmeldungen zeigt ein deutliches Plus. Innovationsminister Peter Hanke (SPÖ) bezeichnet dies als positives Zeichen für den Standort.
AVL mit den meisten Erfindungen österreichweit
Ein erheblicher Teil der Anmeldungen stammt von Unternehmen aus der Steiermark. Besonders hervorzuheben ist der Grazer Technologiekonzern AVL List, der 2025 als größter Patentanmelder Österreichs auftrat, mit 179 angemeldeten Erfindungen. An zweiter Stelle folgt der Beschlägehersteller Julius Blum aus Vorarlberg mit 105 Erfindungen, gefolgt von Siemens Mobility Austria mit 32 Anmeldungen.
„Der deutliche Aufschwung sowohl bei Erfindungen als auch bei Marken macht uns zuversichtlich – und es zeigt sich, dass trotz herausfordernder wirtschaftlicher Lage gerade auch kleine und mittlere Unternehmen den Wert ihres geistigen Eigentums zunehmend erkennen und Patente und Marken als wichtige Assets im Wettbewerb schützen lassen.“
Stefan Harasek, Patentamtspräsident
Messtechnik an der Spitze
Eine Analyse der Patente zeigt, in welchen Bereichen intensiv geforscht wird. In der Steiermark entfiel der größte Teil der Anmeldungen auf Messtechnik mit 48 Erfindungen, gefolgt von elektrischen Maschinen und Anlagen mit 47 Anmeldungen sowie Transportentwicklungen mit 33 Erfindungen.
Zusätzlich zu Unternehmen tragen auch Forschungseinrichtungen zur Innovationsleistung bei. Im gesamten Bundesgebiet ist die Technische Universität Wien mit 25 Anmeldungen eine der aktivsten Universitäten. Aus der Steiermark landen die Montanuniversität Leoben mit fünf Anmeldungen und die Karl-Franzens-Universität Graz mit drei Anmeldungen auf den Plätzen zwei und drei.
Marken und Designs aus der Steiermark
Die dynamische Entwicklung zeigt sich auch im Bereich der Marken. Im Jahr 2025 wurden 523 Marken aus der Steiermark beim Patentamt registriert. Die Gesamtzahl der Markenanmeldungen in Österreich belief sich auf 5.022, was einem Zuwachs von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Unter den steirischen Markenanmeldern stehen Genericon Pharma mit 14 Marken und MPG mit neun Anmeldungen an der Spitze.
Darüber hinaus wurden aus der Steiermark 29 Designs beim Patentamt eingereicht, während die Zahl der Designanmeldungen in ganz Österreich bei 294 lag.


