Stromnetzausbau in Oberösterreich: 4.400 neue Arbeitsplätze und 114 Millionen Euro Wertschöpfung bis 2030

März 19, 2026 17:27
Stromnetzausbau in Oberösterreich: 4.400 neue Arbeitsplätze und 114 Millionen Euro Wertschöpfung bis 2030

Der Ausbau der Stromversorgung wird für Oberösterreich eine Wertschöpfung von rund 114 Millionen Euro generieren. Der 220-kV-Versorgungsring und der Ausbau von neun Umspannwerken werden zukünftig den Energiebedarf im Zentralraum sichern. Darüber berichtet Welt Stimme.

In der gegenwärtigen Situation haben die Netze im oberösterreichischen Zentralraum eine Kapazität von etwa 780 Megavoltampere (MVA). Der Ausbau soll diese Kapazität auf 3.400 MVA erhöhen. Diese Menge entspricht dem Strombedarf einer Großstadt wie Wien oder München. Die Erhöhung erfolgt durch die schrittweise Ergänzung der bestehenden 110-kV-Leitungen mit 220-kV-Infrastruktur. Die neue Leitung wird den Linzer Süden mit Kronstorf und Ernsthofen verbinden. „Mit dem neuen 220-kV-Versorgungsring und dem Ausbau von neun Umspannwerken wird die Einspeisekapazität des Zentralraums vervierfacht, wodurch die Versorgungssicherheit der Region maßgeblich erhöht wird“, erläutert Gerhard Christner, Vorstandssprecher von Austrian Power Grid. Insgesamt werden 800 Millionen Euro in das Projekt investiert.

Wertschöpfung für das Bundesland

Das Institut für Wirtschaftsforschung Economica prognostiziert, dass nach der Investition rund 422 Millionen Euro an Bruttowertschöpfung erzielt werden. „Mit 114 Millionen Euro entfällt mehr als ein Viertel der Gesamt-Bruttowertschöpfung von 422 Millionen Euro auf unser Bundesland. Das belegt einmal mehr, dass eine leistungsfähige Strominfrastruktur ein wesentlicher Standortfaktor für den Wirtschaftsraum Oberösterreich ist“, betont Wirtschafts- und Energielandesrat Markus Achleitner von der ÖVP. Aufgrund des steigenden Strombedarfs durch die geplanten Lichtbogenöfen der voestalpine, neue Batteriespeicher und das Google-Rechenzentrum in Kronstorf ist ein Ausbau erforderlich.

Projektabschluss 2030

Der Bau hat bereits im Jahr 2024 begonnen und erfolgt in mehreren Etappen. Bis Ende dieses Jahres sollen die ersten beiden Abschnitte fertiggestellt sein. Laut Economia werden durch den Ausbau rund 4.400 Arbeitsplätze für ein Jahr geschaffen. Der Abschluss des Projekts ist für 2030 vorgesehen.

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