Top-Qualität im Mühlviertel: 301 Tonnen Rohhopfen und 99 Prozent Qualitätsklasse I 2025

März 12, 2026 22:37

Die Hopfenbaugenossenschaft Neufelden vermeldet für das Jahr 2025 eine Ernte von 301 Tonnen Rohhopfen und einen Rekord von 99 Prozent in der Qualitätsklasse I.

NEUFELDEN/ST. STEFAN. „2025 war ein gutes Jahr im Gegensatz zu denen davor“, erklärte der Obmann der Hopfenbaugenossenschaft, Stefan Hofer, während der Generalversammlung im Stefansplatzerl in St. Stefan. Besonders erfreulich ist die Erntemenge von 301 Tonnen Rohhopfen. „Besonders hervorzuheben ist aber die außergewöhnlich hohe Qualität des Hopfens“, so Hofer. Bei der traditionellen Bonitierung in Neufelden wurden 99 Prozent des Hopfens in die Qualitätsklasse I eingestuft. Damit zählt die Ernte 2025 zu den qualitativ besten der letzten Jahre. Darüber berichtet Welt Stimme.

Gute Wetterbedingungen sorgten für Top-Werte

Die Inhaltsstoffwerte, insbesondere die Alpha-Säuren, lagen auf einem hohen Niveau, das die Anforderungen der Brauereien erfüllte. „Das Wetter hat gut mitgespielt. Es gab ausreichend Niederschlag und es war nicht zu heiß“, erläuterte Hofer. Geschäftsführer Manuel Starlinger fügte hinzu: „Eine Regel erfahrener Hopfenbauern lautet: Wenn es im Juni und Juli hundert Liter regnet, dann gibt es guten Hopfen. Das hatten wir im Vorjahr.“ Durch die erstklassigen Werte waren 63 Prozent mehr des Produkts für die Brauereien verwertbar.

Herausforderungen am Markt

In den vergangenen Jahren konnten die geforderten Mengen an Hopfen nicht vollständig geliefert werden. Die gute Ernte 2025 brachte jedoch mit sich, dass die Genossenschaft sogar 16 Tonnen auf dem freien Markt verkaufen musste. „Der Biermarkt ist momentan nicht so rosig. Dank unserer Partner konnten wir die Menge aber trotzdem verkaufen“, erklärte Starlinger. Er nannte einen Rückgang des Bierabsatzes um 7,1 Prozent in Österreich als eine der aktuellen Herausforderungen. „Zudem ist der Hopfenmarkt übersättigt.“ Auch die Nachfrage nach Biohopfen gehe zurück: „Wir suchen hier neue Möglichkeiten, wie etwa den Verkauf an Kräuterfirmen. Einen Teil mussten wir im Vorjahr allerdings auch konservativ vermarkten.“

2026 einige Investitionen geplant

Im Verarbeitungswerk in Neufelden wurden 2025 insgesamt 371 Tonnen Rohhopfen verschiedener Sorten zu Pellets Typ 90 und Mini-Ballots verarbeitet. Für 2026 sind einige Investitionen geplant, darunter ein Kettenzug bei der Anlieferung, die Liftreparatur und die Erneuerung der Tramdecke. Insgesamt werden hierfür rund 65.000 Euro bereitgestellt.

Engerlinge bereiten auch Hopfenbauern Probleme

Die Mitglieder der Genossenschaft wählten Obmann Stefan Hofer sowie sein Vorstandsteam und den Aufsichtsrat einstimmig. Hofer bedankte sich zudem bei Josef Eckerstorfer, der nach 20 Jahren seine Funktion niederlegte. Im Anschluss an die Generalversammlung lauschten die Teilnehmer einem Vortrag von Michael Fritscher über das Thema Engerlinge.

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