Vater und Sohn im Arbeitsalltag bei GFG
GRIESKIRCHEN. Manuel Jungbauer, ein erfahrener Monteur bei GFG, und sein Sohn Nico, der im dritten Jahr seiner Ausbildung zum Metalltechniker steckt, schildern ihren Arbeitsalltag und die Herausforderungen, die sie gemeinsam meistern.
Der Tag für Manuel beginnt mit einer Besprechung im Büro, in der er die tägliche Baustelle mit seinem Chef durchgeht. Anschließend weist er die Kollegen, die ihn unterstützen, in ihre Aufgaben ein und verlädt das erforderliche Material. Nico hat ebenfalls ein festes Morgenritual: Er öffnet alle Türen und Tore, stempelt ein und spricht mit seinem Vorarbeiter über die bevorstehenden Tätigkeiten. Nach der Ankunft auf der Baustelle verschafft sich Manuel zunächst einen Überblick, verteilt die Aufgaben und holt das nötige Werkzeug aus dem Fahrzeug. In der Werkstatt ist Nico für das Zuschneiden, Bohren und Schweißen von Werkstücken verantwortlich.
Beide beschreiben ihren Arbeitsalltag als herausfordernd und abwechslungsreich. Manuel schätzt die Vielfalt der Aufgaben und die Möglichkeit, selbstständig zu arbeiten, während Nico die Zusammenarbeit mit seinem Vorarbeiter besonders hervorhebt: „Er hat mir sehr viel gelernt und auch immer einen guten Witz auf Lager.“
In der Montage sind laut Manuel elf Mitarbeiter tätig, während in Nicos Werkstatt insgesamt acht Personen arbeiten. Manuel erklärt, dass er immer gerne draußen gearbeitet hat und durch seinen Vater auf die Berufsmöglichkeiten aufmerksam geworden ist. Ursprünglich wollte Nico eine weiterführende Schule besuchen, stellte jedoch schnell fest, dass ihm praktische Arbeit besser liegt.
Manuel rät seinem Sohn, bei Schwierigkeiten einfach auszuprobieren, um zu lernen. Er nennt den Akkuschrauber, die Akku-Flex und verschiedene Spezialwerkzeuge als seine wichtigsten Arbeitsutensilien. Nico hingegen arbeitet am liebsten mit dem Schweißgerät, der Ständerbohrmaschine und der Bandsäge.
Zu den häufigsten Projekten der letzten Jahre gehören Tennisplätze und Sportanlagen, die oft mit Doppelstab- und Maschendrahtzäunen kombiniert sind. Manuel nennt unter den spannenden Baustellen den Wasserwald Linz mit fünf Kilometern Maschendrahtzaun, das Freifluggehege im Zoo Schmieding und die Raiffeisenarena Linz. Nico erinnert sich gerne an die Tennisanlagen beim Stanglwirt in Tirol und das aktuelle Projekt: einen Blechtafelzaun mit starkem Gefälle.
Einordnung
Die Zusammenarbeit zwischen Manuel und Nico spiegelt die Herausforderungen und Chancen der praktischen Ausbildung wider. Diese intergenerationale Verbindung ist relevant, da sie den Wissenstransfer und die Weiterentwicklung handwerklicher Fähigkeiten fördert, was in der heutigen Berufswelt von großer Bedeutung ist.


