Waldbrand im Lesachtal verursacht umfassende Schäden
Am 23. April 2026 brach im Lesachtal, oberhalb von Promeggen, ein Waldbrand aus, der massive Zerstörungen anrichtete. Nach 24 Tagen, am 17. Mai, wurde „Brand aus“ gegeben. Rund 2.000 Feuerwehrleute aus Kärnten und Osttirol waren mobilisiert, unterstützt von bis zu sieben Hubschraubern, die etwa zehn Millionen Liter Wasser ins steile Gelände brachten. Die betroffene Fläche umfasst etwa 106,5 Hektar, davon 86,5 Hektar Wald.
Erste Anzeichen der Regeneration
Thomas Holzfeind, Bereichsleiter Forstwirtschaft der Bezirkshauptmannschaft Hermagor, berichtet von schnellen Rückkehr der Natur. Schon wenige Wochen nach dem Brand traten Krautsalate und erste Triebe von Weide, Birke und Pappel in Erscheinung. Jedoch warnt Holzfeind vor den enormen Schäden an den Waldbeständen.
Schutzwald stark betroffen
Der Verlust ist gravierend, da große Teile des betroffenen Waldes als Objektschutzwald dienen, der Siedlungen und Infrastruktur vor Lawinen und Steinschlägen schützt. Viele dieser Flächen waren bereits nach den Stürmen 2018 mühevoll aufgeforstet worden und wurden jetzt nahezu vollständig zerstört.
Gefährdete Baumarten
Der Brand hat besonders Fichten und Buchen schwer zugesetzt. Diese Baumarten sind wegen ihrer dünnen Rinde anfällig für Feuer, viele Exemplare sind bereits abgestorben oder werden in naher Zukunft sterben. Ältere Lärchen hingegen haben häufig überlebt, da sie eine dickere Rinde besitzen.
Aufarbeitung des Schadholzes
Die Koordination zur Aufarbeitung des Schadholzes erfolgt durch die Bezirksforstinspektion Hermagor in Zusammenarbeit mit den Grundeigentümern. Dabei sollen gesunde Bäume stehen bleiben, um ihre Schutzfunktion zu bewahren und als Saatbäume zu dienen. Wo erforderlich, werden Bäume quer gefällt, um Gefahren für das umliegende Gebiet zu minimieren.
Einordnung
Die Auswirkungen des Waldbrands sind langwierig. Die Wiederherstellung der Schutzwälder erfordert umfassende Planung und Fachberatung. Durch die geplante Aufforstung ab 2027 wird angestrebt, die Schutzfunktionen der Wälder zügig wiederherzustellen, um zukünftige Risiken zu minimieren.


