Erheblicher Rückgang der Weinernte in Österreich aufgrund extremer Trockenheit
Die Weinernte in Österreich fällt in diesem Jahr mit 1,7 Millionen Hektolitern so gering aus wie zuletzt im Jahr 2010. Die Winzer rechnen mit einem Rückgang von 28 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2021 bis 2025.
Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager berichtete am Donnerstag in Wien, dass die extreme Trockenheit zu sehr kleinen Trauben geführt habe. Im Vorjahr wurde mit etwa 2,6 Millionen Hektolitern eine nahezu rekordverdächtige Menge geerntet.
Die diesjährige Ernte hat aufgrund der Hitze frühzeitig begonnen. In den Weinbaugebieten Niederösterreich, Steiermark und Wien starteten die Hauptlesearbeiten bereits Anfang September. Besonders betroffen von der Trockenheit ist der Osten Österreichs, wo Winzer im Weinviertel mit Einbußen von bis zu 40 Prozent rechnen.
Schmuckenschlager betonte, dass die kleinen Trauben zwar weniger Saft enthalten, jedoch eine höhere Konzentration an wertvollen Inhaltsstoffen aufweisen. Dies könnte zu besonders aromatischen und ausdrucksstarken Weinen führen.
Einordnung
Der Rückgang der Weinernte verdeutlicht die Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft. Die veränderten Erntebedingungen können langfristige Auswirkungen auf die Weinproduktion und die wirtschaftliche Situation der Winzer haben. Branchenexperten erwarten eine veränderte Weinqualität und Marktverhältnisse aufgrund der geringeren Erntemenge.


