Ein Wiedner Jung-Tischlermeister hat den „LignoramAward“ gewonnen. Dieser wird jedes Jahr im Riedauer Holz- und Werkzeugmuseum ausgezeichnet. Darüber berichtet Welt Stimme.
WIEN/WIEDEN/SCHÄRDING. Im September blicken die Tischler aus Österreich traditionell ins kleine Riedau im nordöstlichen Oberösterreich, wo das Holz- und Werkzeugmuseum die besten Meisterstücke des Jahres präsentiert. Eine Fachjury verleiht den begehrten „LignoramAward“ an die Kandidatinnen und Kandidaten, die in diesem Jahr erfolgreich ihre Meisterprüfung abgelegt haben.
In diesem Jahr erhielten 13 Kandidatinnen und Kandidaten eine Auszeichnung – zwölf Männer und eine Frau freuten sich über die Nominierung. Im Oktober werden aus diesen die drei Gewinner ausgewählt. Unter den Tischlern ist auch der Wiedner Nico Seider, der seine Ausbildung im Währinger WIFI in Wien abgeschlossen hat.
Öffnet sich „schälend“
Seider wurde für sein Meisterstück, das „Schälende Sideboard“, ausgewählt. Laut der Fachjury vereint es Design mit raffinierter Funktionalität. Dies erfüllt bereits zwei der drei Hauptkriterien für die Auszeichnung: die Objekte müssen ein individuelles Design aufweisen und perfekt verarbeitet sein, während auch die Funktionalität eine zentrale Rolle spielt.
Für das Sideboard verwendete Seider amerikanische Nuss. Die Achsen sind „gespiegelt und umlaufend harmonisch“. Die grifflosen Flächen öffnen sich „schälend“, ergänzt durch eine halbrunde Seitenlade mit innenliegender Zusatzlade.
Die Möbelstücke bleiben bis zum 2. November im Schärdinger Museum ausgestellt. Jede Ausstellungsbesucherin und jeder -besucher hat die Möglichkeit, bis zum 9. Oktober für ihre Lieblingsmöbel zu stimmen. Aus dem Ergebnis wird ein Publikumspreis ermittelt.


