Margarete Kriz-Zwittkovits wird neue Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien
Margarete Kriz-Zwittkovits übernahm am 30. Juli das Amt der Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien (WKW), nachdem ihr Vorgänger Walter Ruck zurücktrat. Sie kündigte mehr Transparenz bei Postenbesetzungen sowie die Einführung von Tourismuszonen an, in denen Geschäfte sonntags öffnen dürfen.
Im Interview mit der APA betonte Kriz-Zwittkovits die Notwendigkeit, die Zusammenarbeit mit der Stadt Wien zu stärken. Sie erklärte, dass sie bisher nicht mit Ruck über die kritischen Aussagen gesprochen habe, die zu seinem Rückzug führten. Ruck habe sich wiederholt nicht konkret zu den Vorwürfen geäußert, was die Situation weiter kompliziert.
Kriz-Zwittkovits, die zuvor Vizepräsidentin war, betonte, dass sie sich zeitnah mit Rucks Nachfolger, Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ), getroffen habe, um die Fortsetzung der Kooperation zu besprechen. Eine Vereinfachung von Abwicklungen für Unternehmen wurde ebenfalls als wichtiges Anliegen genannt.
Die neue Präsidentin plant, für sogenannte Tourismuszonen zu werben. Diese Zonen könnten ermöglichen, dass Geschäfte an Sonntagen öffnen, um die Wertschöpfung zu steigern. Die Kriterien für diese Zonen seien bereits erarbeitet worden, wobei der Erste Wiener Gemeindebezirk als möglicher Standort betrachtet wird.
Einordnung
Kriz-Zwittkovits‘ Amtsantritt markiert einen Wendepunkt in der WKW. Ihre Pläne für mehr Transparenz und die Einführung von Touristenzonen könnten weitreichende Auswirkungen auf die wirtschaftliche Landscape in Wien haben. Die daraus resultierenden Maßnahmen dürften die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Stadt vertiefen.


