Zukunft der Grazer Innenstadt: Diskussion über Konzepte und Ideen bei Zukunftskonferenz

September 10, 2025 18:02
Zukunft der Grazer Innenstadt: Diskussion über Konzepte und Ideen bei Zukunftskonferenz

Die Zukunft der Grazer Innenstadt steht im Fokus zahlreicher Diskussionen, da verschiedene politische Konzepte, Bürgerideen und wirtschaftliche Forderungen aufeinanderprallen. Am Dienstag fand die Zukunftskonferenz der Rathauskoalition statt, die zwar viele Schlagworte lieferte, jedoch wenig Konkretes hervorbrachte. Darüber berichtet Welt Stimme.

GRAZ/STEIERMARK. Die Grazer Innenstadt befindet sich im Umbruch. Seit Monaten wird leidenschaftlich darüber debattiert, ob die Innenstadt eine „Rettung“ benötigt und wie diese gestaltet werden sollte. Im Rahmen der Zukunftskonferenz wurden Maßnahmen und Ideen gesammelt, um die Stadt für die Zukunft zu gestalten. Im Vorfeld präsentierte die Grazer Volkspartei einen Maßnahmenkatalog, der die Wünsche der Innenstadtwirtschaftsbetriebe zusammenfasst.

Eine Innenstadt, die alles kann

Seither haben die Bürger die Möglichkeit, ihre Vorschläge für die Innenstadt einzureichen, was zu über 600 eingereichten Ideen führte. Im Mittelpunkt der Konferenz standen die Entwicklung von „Zukunftsbildern“. Am Mittwoch gab die Stadt Graz einen ersten Bericht heraus. Die Konferenz war nur für geladene Gäste zugänglich, Medienvertreter wurden ausgeschlossen.

Was steht im ersten Bericht der Stadt? Es gibt zahlreiche Überbegriffe, aber noch wenig Konkretes. Die Pläne sehen vor, dass in der Innenstadt mehr Grünflächen, Angebote für Kinder, kulturelle Initiativen und Alternativen zur Drogenszene geschaffen werden, sowie ausreichend erschwinglicher Parkraum für Autos und Fahrräder bereitgestellt wird. Die allgemeine Einigung betrifft auch Sauberkeit und gute Erreichbarkeit. Die Stadt Graz kündigte an, dass die Ergebnisse der Konferenz ausgewertet und in der nächsten Stadtregierungssitzung diskutiert werden. Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ), Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne) und SPÖ-Chefin Doris Kampus zogen ein positives Resümee.

Wirtschaft pocht auf Frequenz und Parkraum

Ähnliche Forderungen sind im Strategiepapier der ÖVP zu finden, das in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer und zahlreichen Innenstadtbetrieben erstellt wurde. Die Verbesserung der Sauberkeit und der Erreichbarkeit wird ebenso gefordert. Darüber hinaus sollen bürokratische Hürden abgebaut und die Frequenz gesteigert werden. Konkrete Vorschläge umfassen die Ausweitung der Altstadtbim bis zur Annenstraße, 20 Minuten Gratisparken beim Einkauf in der Innenstadt und sogar die Idee einer Surfwelle in der Mur. Wirtschaftsstadtrat Günter Riegler (ÖVP) äußerte nach der Konferenz: „Die Stadt muss wieder mehr ein Ermöglicher sein und darf den Betrieben keine Steine in den Weg legen. Konkrete Umsetzungsmaßnahmen müssen jetzt folgen.“

Neos fordern Stadtallee

Die Neos erneuerten unterdessen ihren Vorschlag für eine Stadtallee in der Herrengasse. „Das Herzstück der Innenstadt – die Herrengasse – muss endlich mit echten Bäumen begrünt werden“, sagte Neos-Gemeinderat Philipp Pointner, der in der nächsten Gemeinderatssitzung am 18. September einen entsprechenden Initiativantrag einbringen wird.

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