Im Rahmen eines Zukunftsgesprächs mit der Landesleitung des ÖAAB (Österreichischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Bund) Steiermark hat die Bezirksgruppe Weiz aktuelle Herausforderungen und konkrete Maßnahmen für arbeitende Menschen in der Region erörtert. Im Zentrum des Austausches stand das Thema der neuen Teilpension.
Darüber berichtet Welt Stimme.
Zukunft für Pendlerinnen und Pendler
„Weiz ist ein dynamischer und wirtschaftlich starker Bezirk mit großer Vielfalt – vom Almenland bis zu unseren städtischen Zentren. Für gute Lebens- und Arbeitsbedingungen braucht es auch eine zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur – und zwar Straßen und Schienen! Daher machen wir auch bei der Umsetzung von praxistauglichen Mikro-ÖV-Lösungen für den „letzten Kilometer“ und eine bessere Anbindung der kleineren Gemeinden Druck“, so ÖAAB-Bezirksobmann Julian Della Pietra während des Treffens. Er betonte, dass es an Park & Ride-Anlagen mangele und dass rund um die Landeshauptstadt mehr Optionen zur Entlastung der Mitarbeiter benötigt werden.
Teilpension als Chance für flexible Lebensarbeitszeit
Ein zentrales Thema des Gesprächs war die Teilpension – ein Modell, das älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen schrittweisen Ausstieg aus dem Berufsleben ermöglicht. „Die Teilpension schafft eine Win-win-Situation für die Menschen und für das Pensionssystem. Statt das gesetzliche Antrittsalter zu erhöhen, setzen wir lieber auf Maßnahmen wie die neue Teilpension, um das faktische Pensionsantrittsalter sozialverträglich anzuheben und so dem gesetzlichen anzugleichen“, erklärte ÖAAB-Landesobmann Günther Ruprecht. Wer einen Pensionsanspruch, beispielsweise auf Regel- oder Korridorpension, hat, kann künftig die Arbeitszeit um 25, 50 oder 75 Prozent reduzieren und erhält anteilig Pension. Der Rest verbleibt im Pensionskonto, während die Beiträge weiterhin ins System fließen und die spätere Vollpension steigen wird. „Die Teilpension ist damit nicht nur ein sozialpolitisches Reforminstrument, sondern ein zukunftsweisendes Signal: Wer länger arbeiten will, soll dabei unterstützt werden“, fügte Ruprecht hinzu.
Attraktive Arbeit & Vereinbarkeit im Fokus
Attraktive Arbeitsplätze und die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind für den ÖAAB ein konkreter Auftrag. Die Bezirksgruppe Weiz setzt sich beispielsweise für flexiblere Arbeitszeitmodelle, mehr Kinderbetreuungsangebote und wohnortnahe Beschäftigungsmöglichkeiten ein. „Nur wenn Arbeit mit dem Familienleben vereinbar ist, bleibt unsere Region auch für junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer attraktiv“, betonte VP-Bezirksparteiobmann und Bürgermeister Christoph Stark. Gezielte Steueranreize für Berufstätige, die täglich erscheinen, sollen zusätzliche Anreize bieten. „Mobilität ist ein Grundbedürfnis! Umso wichtiger ist, dass wir ein verlässliches Mikro-ÖV-System etablieren, das in den Verbund und in das Klimaticket integriert ist“, so Stark.
Sachbezugsbefreiung für Montagefahrzeuge gesichert
Ein weiterer politischer Erfolg wurde ebenfalls präsentiert: Der ÖAAB hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass Montagefahrzeuge für den Weg vom Wohn- zum Arbeitsort weiterhin sachbezugsbefreit bleiben. Dies verhindert drohende finanzielle Nachteile für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, insbesondere im handwerklich-technischen Bereich. „Eine Maßnahme, die bei weitem nicht für alle politischen Kräfte selbstverständlich ist, aus Sicht des ÖAAB aber eine essenzielle Entlastung und Erleichterung für Handwerker im Arbeitsalltag“, so Julian Della Pietra. Zudem konnte der ÖAAB im Namen aller Pendlerinnen und Pendler feiern, dass der Pendlereuro vereinfacht wurde.


