Traditionelles Pfarrfest in Stainz: Feiern mit Gemeinschaft und Kultur anlässlich des Namenstags des Heiligen Augustinus

September 1, 2025 19:03
Traditionelles Pfarrfest in Stainz: Feiern mit Gemeinschaft und Kultur anlässlich des Namenstags des Heiligen Augustinus

Alljährlich zum Namenstag des Heiligen Augustinus steigt das Pfarrfest in Stainz. Highlights wie Glockenturmbesteigung, Kinderprogramm, Platzkonzert und Volksmusik sowie ein bodenständiges Getränke- und Speisenangebot verliehen dem Fest ihre besondere Note. Darüber berichtet Welt Stimme.

STAINZ. Das Organisationsteam unter der Leitung von Maria Theresia Reisinger hat es erneut geschafft, das traditionelle Pfarrfest zu revitalisieren. Das Fest profitierte in diesem Jahr von optimalem Sommerwetter, trotz des kräftigen Regens am Vorabend. „Wir streben keinen wirtschaftlichen Erfolg an“, betonte die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats und hob hervor, dass beim Pfarrfest das Verbindende, das Gemeinschaftliche und das Persönliche im Vordergrund stehen. Dieser Geist animierte zahlreiche Freiwillige, sich aktiv zu beteiligen.

Kaplan Anton Ngujen eröffnete das Fest mit einer Festmesse in der Pfarrkirche. In seiner Predigt thematisierte er das Wirken des Heiligen Augustinus (354 bis 430), dessen Fokus stets die Tiefe des Glaubens und das Miteinander war. Symbolisch verkörperte er diese Gemeinschaft durch die Verteilung roter und weißer Wollfäden, die den Mittelgang der Kirche überspannten und ein stabiles Geflecht darstellten. Die Besucher der Messe honorierten seinen humorvollen Kommentar zur Wetterlage, indem er sich als verantwortlich dafür präsentierte.

Köstliche Augustini-Krapfen

Auf dem Schlossplatz und im Schatten des Nebeneingangs warteten Tische, Bänke und Bewirtungsteams auf die Gäste. Neben Ständen mit Speisen, Palatschinken und Getränken machten sich zwei Teams mit Getränken auf den Weg, um den ersten Durst zu stillen. Das Pfarrcafé, ruhige Ecken sowie süße Leckereien und Kaffee fanden sich im Pfarrheim. Besonders hervorgehoben wurde der Augustini-Krapfen, der mit einem aufgestreuten Herzen verziert war.

Ein zusätzlicher Höhepunkt war die Musikkapelle Stainz unter der Leitung von Kapellmeister Robert Orthaber, die in ihren traditionellen Trachten Märsche vor dem Pfarrheim spielte. Farbig und lebhaft ging es auch beim Kinderschminken und Malen zu. Selbst die Hüpfburg hatte die Form einer Kirche. Handwerklich beeindruckte Schmiedemeister Franz Klement (Assistenz Ferdinand Althaller), der an der offenen Esse kleine, herzförmige Nägel schmiedete.

Zeichen am Weg

Das Musikensemble Dominikus Plaschg umrahmte den Gottesdienst musikalisch, während die Volkstanzgruppe unter der Leitung von Obmann Peter Nöhrer für die Unterhaltung auf dem Schlossplatz sorgte. Die Tanzdarbietungen, an denen auch die VTG-Youngsters mitwirkten, boten eine eindrucksvolle volkstümliche Performance. Winfried Bräunlich und Dieter Weiß veröffentlichten 2010 und 2012 zwei Bände über Marterl, Wegkreuze und Kapellen, die auch als Inspirationsquelle für die Ausstellung dienten.

PGR-Mitglied Martha Schriebl hatte die Genehmigung von den Autoren eingeholt und präsentierte in der Pfarrkirche eine Ausstellung mit vier Schautafeln, auf denen prägnante Beispiele aus den 379 Zeichen in den Büchern vorgestellt wurden. „Immer stecken persönliche Befindlichkeiten hinter der Errichtung“, betonte sie und hob den emotionalen Aspekt der Zeichen am Weg hervor. Komplementär dazu flochten die drei Marias (Freiding, Ruhri, Spari) mit Efeu Kränze um vorbereitete Holzkreuze.

Das Kreuzquiz

Dieter Weiß übernahm beim Kreuzquiz die Aufgabe als Glücksengerl und zog die Gewinner aus den eingesendeten Antwortkarten, die sich über verschiedene Preise freuen konnten. Fragen zur Kreuzlandschaft in der Kirche umfassten unter anderem: Wo hängt das größte und älteste Kreuz? Welches gemalte Kreuz ist beim Augustinus-Altar zu sehen? Wo befindet sich das Predigerkreuz? Hauptgewinner war Christian Spieler, der sich über eine Autobahnvignette für 2026 freuen durfte.

Die Veranstalter äußerten sich erfreut über den guten Besuch des Festes. Pfarrer Marius Enăşel war nicht anwesend, da er im Urlaub war; jedoch hielten Bürgermeister Karl Bohnstingl, evangelischer Pfarrer László László, Bundesrat Werner Gradwohl sowie Abordnungen des Kameradschaftsbundes Stainz und der Pfarre Bad Gams eine Ehrenrunde. Ob sie sich dem stark frequentierten Aufstieg zu den beiden Glockentürmen anschlossen, ist nicht überliefert, doch auf dem Schlossplatz schienen sie sich wohlzufühlen.

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