Elisabeth Trunkenpolz gründet Canicross-Verein in Wernstein: Mehr Bewegung für Mensch und Hund

September 3, 2025 15:23
Elisabeth Trunkenpolz gründet Canicross-Verein in Wernstein: Mehr Bewegung für Mensch und Hund

Elisabeth Trunkenpolz: Canicross-Meisterin und Gründerin von Canicross Pawtners e.U.

WERNSTEIN. Elisabeth Trunkenpolz, die österreichische Meisterin im Zughundesport, hat kürzlich ihre eigene Firma Canicross Pawtners e.U. gegründet. Der Zughundesport gewinnt in Österreich zunehmend an Popularität. Trunkenpolz hat mit ihrer Leidenschaft und Expertise sowohl auf Land als auch auf Schnee – „Dryland 2024“ und „on Snow 2025“ – die Motivation, Hund-Mensch-Teams professionell zu unterstützen und zu fördern. Darüber berichtet Welt Stimme.

In einem Interview äußert Trunkenpolz: „Canicross ist seit vielen Jahren meine große Leidenschaft. Ich stecke viel Zeit und Herzblut in mein Training und das meiner Hunde. Der Sport ist in Österreich noch eine Nischendisziplin, aber das Interesse wächst stetig.“ Diese Entwicklung zeigt sich auch in der wachsenden Teilnehmerzahl an Veranstaltungen.

Canicross stellt hohe körperliche und mentale Anforderungen an Hund und Mensch. Die Hunde laufen an der Spitze, halten den Zug aufrecht und müssen durch Kommandos geleitet werden. Gleichzeitig bedeutet die konstante Zugkraft für den Menschen eine hohe physische Belastung, weshalb gezieltes Eigentraining entscheidend ist, um Verletzungen zu vermeiden.

„Es geht nicht um Zeiten oder Medaillen, sondern um kleine, intensive Momente, die man gemeinsam erlebt. Wenn sich diese Verbindung entwickelt, fühlt sich Canicross manchmal an wie Fliegen.“

Für Trunkenpolz ist eine erfolgreiche Partnerschaft zwischen Läufer und Hund durch Vertrauen, Kommunikation und gegenseitigen Respekt geprägt. „Es geht nicht um Zeiten oder Medaillen, sondern um kleine, intensive Momente, die man gemeinsam erlebt“, erklärt sie.

Aktuell trainieren Trunkenpolz und ihre Hunde etwa sechsmal pro Woche nach einem individuell abgestimmten Trainingsplan. An heißen Tagen geht es zum Freilauf- oder Schwimmtraining, während die Canicross-Einheiten in die frühen Morgenstunden verlegt werden. Sie betont, dass sowohl der Hund als auch der Mensch in diesem Sport gefordert werden.

Offizielle Rennen, wie die österreichischen Meisterschaften, beinhalten Distanzen zwischen fünf und sechs Kilometern. Bei ungünstigen Wetterbedingungen kann die Distanz jedoch angepasst werden, wobei das Wohl der Hunde immer im Vordergrund steht.

Trunkenpolz richtet sich an alle Interessierten, vom Anfänger bis zum ambitionierten Wettkampfsportler. „Wir holen jedes Team dort ab, wo es gerade steht“, sagt sie und bietet spezifische Techniken und individuelle Trainingspläne an.

Bezüglich der Ernährung ihrer Hunde erklärt Trunkenpolz: „Ich achte sogar mehr auf ihre Ernährung als auf meine eigene.“ Sie ernährt ihre Hunde mit roh gefüttertem Fleisch, Gemüse und Obst, ergänzt durch notwendige Nährstoffe für Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

Die Zukunft des Zughundesports in Österreich sieht Trunkenpolz optimistisch. „In den letzten zwei Jahren hat sich viel getan. Es gibt wieder österreichische Meisterschaften, unser Verein HSV Zughundesport wächst stetig. Im Oktober veranstalten wir erstmals ein eigenes Rennen in Freinberg“, berichtet sie.

Abschließend äußert sie den Wunsch, dass mehr Menschen den Zughundesport für sich entdecken: „Er schenkt nicht nur Bewegung, sondern stärkt das Band zwischen Mensch und Hund auf einzigartige Weise. Jeder Lauf ist ein gemeinsames Erlebnis – und genau das macht Canicross so besonders.“

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