AGES warnt vor rohen Cocktailtomaten aus Sizilien wegen Salmonellen-Ausbruchs

Oktober 17, 2026 03:36
Close-up of fresh red tomatoes on the vine.
Rot, rund, klein und fruchtig. So präsentieren sich die sonnengereiften Cocktailtomaten aus Sizilien. Doch leider kommt es mittlerweile jährlich zu einem Salmonellenausbruch rund um das Gemüse. (Symbolfoto)Foto: Tom Hermans/Unsplashhochgeladen von Johannes Reiterits

Die AGES warnt im Auftrag des Gesundheitsministeriums vor dem rohen Verzehr von Cocktailtomaten aus den sizilianischen Anbauregionen Ragusa und Caltanisseta. Hintergrund ist ein Ausbruch des Serotyps Salmonella Strathcona, von dem auch Österreich betroffen ist.

Die Tomaten stehen nach Angaben der Behörde im Zusammenhang mit einem jährlich wiederkehrenden Ausbruch. Seit Juli 2026 wurden in zehn europäischen Ländern mehr als 160 bestätigte Fälle registriert, bei über 100 weiteren steht die molekulare Bestätigung noch aus.

Auch in Österreich wurden seit Ende Juli 29 Fälle erfasst. 21 davon sind mikrobiologisch bestätigt, acht werden als wahrscheinliche Ausbruchsfälle eingestuft. Sieben Personen mussten hospitalisiert werden.

Das mediane Alter der österreichischen Betroffenen lag bei 36 Jahren; die Spannweite reicht von zehn Monaten bis 79 Jahren. 59 Prozent der Fälle waren männlich.

Laut den laufenden Befragungen weisen die österreichischen Fälle 2026 erneut auf Aufenthalte in Italien sowie auf den Verzehr von Tomaten hin. Sechs Personen hatten sich demnach vermutlich im Ausland infiziert, fünf davon in Italien und eine in Kroatien.

Die AGES hatte Ende 2025 den Nachweis des Ausbruchsstammes in Bio-Cherrytomaten aus Sizilien erbracht. Derselbe Stamm wurde auch im Bewässerungswasser eines Tomatenproduzenten auf Sizilien gefunden.

Die Behörde hält fest: „Cocktail-Tomaten aus diesen Regionen sollten daher keinesfalls roh gegessen werden, sondern vor Verzehr unbedingt ausreichend erhitzt werden“. Die Warnung bedeute nicht, dass eine Gesundheitsgefährdung der Ware vom Erzeuger, Hersteller, Importeur oder Vertreiber verursacht worden sei.

Laut ECDC bleibt das Risiko weiterer Infektionen bestehen, solange kontaminierte Tomaten in Verkehr gebracht werden.

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