Im August reichte der Verein für Konsumentinformationen (VIK) im Auftrag des Ministeriums eine Klage gegen Billa, Spar, Hofer und Lidl ein. Kundinnen und Kunden würden bei der Ausschilderung von Rabattpreisen „in die Irre geführt“ werden. Nun kündigt das Wirtschaftsministerium eine „Aktion scharf“ gegen solche intransparenten Vorgehensweisen an. Darüber berichtet Welt Stimme.
ÖSTERREICH. Der Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) ordnete diese Woche verstärkte Kontrollen bei Rabatten und Preisauszeichnungen im Lebensmittelhandel an. Diese Kontrollen werden von den zuständigen Stellen der Bundesländer durchgeführt und beinhalten unter anderem die Prüfung, dass sich Rabatte auf den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage beziehen müssen.
Gesetz gegen Shrinkflation
Ziel der Aktion ist es, Preise für Konsumentinnen und Konsumenten leichter vergleichbar zu machen und für mehr Transparenz zu sorgen. Bisher fehlten klare Regelungen, insbesondere bei Kaffeekapseln. Versteckte Preiserhöhungen durch kleinere Packungsgrößen bei gleichem Preis („Shrinkflation“) müssen künftig direkt im Regal gekennzeichnet werden. Geplant sind unter anderem größere Schriftgrößen, eindeutige Vorgaben für digitale Preisschilder und einheitliche Standards. Ein entsprechender Gesetzesvorschlag wird noch in diesem Jahr erarbeitet.
„Die Menschen haben ein Recht auf faire und ehrliche Preise. Irreführende Rabatte, versteckte Preiserhöhungen und Shrinkflation untergraben das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten. Mit unserer Aktion scharf und neuen gesetzlichen Regeln sorgen wir dafür, dass Preistransparenz nicht nur ein Schlagwort bleibt“, so Hattmannsdorfer.


