Netz NÖ, eine Tochtergesellschaft der EVN, hat im Ortsteil Scheiblingstein den Ausbau des Stromnetzes initiiert, um den wachsenden Anforderungen an die Energiezukunft gerecht zu werden.
Im Beisein von Wolfgang Eder, einem Techniker der Netz NÖ, Josef Brückelmayer, dem Leiter des Service-Centers Netz NÖ Klosterneuburg, sowie dem Ortsvorsteher von Scheiblingstein, Wilhelm Hauser, wurde ein neuer regelbarer Transformator in Betrieb genommen. Diese Maßnahme erweitert den Spannungsbereich, wodurch die bestehende Netzinfrastruktur effizienter genutzt werden kann.
Zukunftssicherheit für die Region
„Das Stromnetz in Scheiblingstein muss zukunftssicher gestaltet werden, um den steigenden Anforderungen durch neue Technologien wie Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und E-Ladestationen gerecht zu werden“, erklärt Brückelmayer. „Durch diesen Ausbau stellen wir sicher, dass das Netz auch in den kommenden Jahren zuverlässig funktioniert und Scheiblingstein optimal auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet ist.“
„Die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energien erfordert ein leistungsfähiges und modernes Stromnetz“, so Ortsvorsteher Wilhelm Hauser. „Mit dem Einbau eines regelbaren Transformators in das Stromnetz in Scheiblingstein gehen wir einen entscheidenden Schritt, um unseren Beitrag zur Energiewende zu leisten und gleichzeitig die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung zu gewährleisten.“
Netzausbau bis 2030
Die österreichische Klima- und Energiestrategie sieht vor, dass bis 2030 die Energieerzeugung aus Photovoltaikanlagen verzehnfacht und der Windkraftanlagenbestand verdoppelt wird. In ihrer Rolle als Verteilnetzbetreiber steht die Netz NÖ vor der enormen Herausforderung, das Stromnetz innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums umfassend zu modernisieren und auszubauen.
Modernisierungsprogramm bis 2030
Bis 2030 sind der Neubau oder die Ersetzung von etwa 40 Umspannwerken inklusive Anschlussleitungen geplant, während derzeit 92 Umspannwerke in Betrieb sind. Darüber hinaus sollen jährlich etwa 700 Trafostationen (im langjährigen Schnitt etwa 250) errichtet und rund 1.000 Kilometer Mittel- und Niederspannungskabel verlegt werden.
Dieser umfangreiche Ausbau ist unerlässlich. Das Energiesystem entwickelt sich rasch weiter. Im ersten Halbjahr verzeichnete die Netz NÖ mehr als 14.000 Fertigmeldungen für Photovoltaikanlagen, wodurch nun über 126.000 Sonnenkraftwerke in ihr Netz einspeisen. Rund 25 Prozent der Sonnenkraftwerke in Österreich befinden sich in Niederösterreich, und mehr als 50 Prozent der Windkraftanlagen sind hier angesiedelt.
Die Netz NÖ investiert in diesem Geschäftsjahr über 450 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur, um die Energiezukunft zu realisieren.


