Revitalisierung historischer Bausubstanz in Ottakring
In der Degengasse 3–5 wurden umfassende Renovierungsarbeiten an einem ehemaligen Umspannwerk aus den Jahren 1926/27 durchgeführt, wodurch 31 geförderte Mietwohnungen entstanden.
Das Projekt, initiiert von der Gemeinnützigen Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft der Wiener Stadtwerke (GWSG), wurde am Donnerstag, dem 24. September, offiziell abgeschlossen. Bei der Schlüsselübergabe waren Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch und Bezirksvorsteherin Stefanie Lamp (beide SPÖ) anwesend.
Ein zentrales Merkmal des Projekts ist die nachhaltige Energieversorgung. Das Gebäude ist an das Wiener Fernwärmenetz angeschlossen, und eine Photovoltaikanlage wurde auf dem Dach installiert. Durch die thermisch-energetische Sanierung wurde der Heizwärmebedarf um etwa 78 Prozent reduziert. Die historische Straßenfassade blieb erhalten, während im Inneren moderner Wohnraum im „Industrial Style“ geschaffen wurde.
Roman Fuchs, Generaldirektor-Stellvertreter der Wiener Stadtwerke, betonte, dass die Degengasse ein Beispiel dafür sei, wie historische Bausubstanz erhalten und durch die Integration von Fernwärme und Photovoltaik zeitgemäße Wohnlösungen realisiert werden können. Auch Hanel-Torsch würdigte die Modernisierung des fast 100 Jahre alten Gebäudes, die den Fokus auf leistbaren Wohnraum für Familien legt.
Alle Wohnungen in der Degengasse verfügen über Balkone, Loggien oder Terrassen. Zudem gibt es eine Gemeinschaftsdachterrasse mit Blick über Wien. GWSG-Geschäftsführerin Sandra Freudensprung hob hervor, dass bei der Revitalisierung der historische Charakter des Gebäudes bewahrt wurde.
Bezirksvorsteherin Stefanie Lamp zeigte sich ebenfalls erfreut über das Projekt, welches es ermögliche, vorhandene Gebäude sinnvoll weiterzuentwickeln und dadurch qualitativ hochwertigen und leistbaren Wohnraum zu schaffen.
Einordnung
Die Revitalisierung des ehemaligen Umspannwerks stellt einen wichtigen Schritt in der Schaffung von leistbarem Wohnraum in Wien- Ottakring dar. Die Kombination aus historischer Erhaltung und modernen Wohnkonzepten erfüllt sowohl städtebaulich als auch nachhaltig relevante Anforderungen und verbessert die Wohnqualität im Bezirk.


