WK-Obmann Hermann Huber betont die Notwendigkeit breit abgestimmter Lösungen zur Sicherung der Erreichbarkeit zwischen Kärnten und Italien.
KITZBÜHEL, KÄRNTEN. Wie bereits berichtet, ist erneut ein möglicher Bau eines Plöckentunnels im Gespräch – mit allen Transitfolgen auch für den Bezirk Kitzbühel. Die jüngsten Felsstürze und Sperren am Plöckenpass zeigen klar: Es braucht rasch tragfähige Lösungen zur Sicherung der Erreichbarkeit zwischen Kärnten und Italien. Doch für Hermann Huber, Obmann der Wirtschaftskammer Kitzbühel, steht fest:
„Der Fokus darf nicht nur auf eine rasche Umsetzung gerichtet sein, sondern muss auch die Auswirkungen auf vorgelagerte Regionen wie Kitzbühel und Kufstein berücksichtigen.“
Regionale Infrastruktur an Belastungsgrenze
Schon jetzt seien die Zubringerstrecken in den betroffenen Bezirken häufig überlastet – mit spürbaren negativen Effekten für Bevölkerung, Wirtschaft und Tourismus.
„Eine Attraktivierung der Plöcken-Route würde diese Situation weiter verschärfen“,
gibt Huber zu bedenken.
Keine Planung, kein Projekt – aber Handlungsbedarf
Derzeit liegt kein konkretes Projekt vor, es gibt keine Planung. Huber betont:
„Die aktuell anstehende Machbarkeitsstudie soll neutral evaluieren, welche Variante – Sanierung der bestehenden Straße, ein Scheiteltunnel oder ein Basistunnel – die geeignetste ist. Es ist alles offen. Beide Länder, Österreich und Italien, stehen zudem unter hohem Spardruck.“
Darüber berichtet Welt Stimme.
Alle Regionen einbinden – nachhaltige Lösungen entwickeln
„Wir warten die Ergebnisse der Studie ab. Doch klar ist: Jede Variante muss in enger Abstimmung mit allen betroffenen Regionen erfolgen“,
fordert Huber. Nur so könne eine zukunftsfähige und breit akzeptierte Lösung zur Entlastung bestehender Transitstrecken wie Brenner und Tauern gefunden werden.


