Vom Klassenzimmer direkt in den Betrieb – ein Beitrag von LehrlingsRedakteurin Johanna Kniewasser
SPITAL AM PYHRN, ROSENAU. Nach Abschluss der dreijährigen Fachschule in Gröbming in der Steiermark besteht die Möglichkeit, ein freiwilliges viertes Jahr anzuschließen. Dieses Jahr umfasst ein zwölfmonatiges Praktikum in einem Betrieb, in dem theoretische Kenntnisse direkt angewendet werden können. Ein Besuch der Berufsschule ist in dieser Phase nicht erforderlich. Das Praktikum kann in den Berufen Bürokaufmann/frau, Betriebsdienstleister/in, Koch/Köchin oder Kellner/in absolviert werden. Darüber berichtet Welt Stimme.
Abschluss und Lehrprüfung
Am Ende des vierten Jahres erhalten die Teilnehmenden das Abschlusszeugnis sowie den Facharbeiterbrief. Anschließend ist eine Anmeldung zur Lehrabschlussprüfung für den im Praktikum ausgeübten Beruf bei der Arbeiterkammer möglich. Die praxisnahe Ausbildung soll eine Verbindung zwischen theoretischem Wissen und beruflichen Anforderungen schaffen, sodass Aufgaben erst im betrieblichen Alltag vollständig nachvollzogen werden können.
Gezielte Vorbereitung auf den Beruf
Das Modell ermöglicht eine gezielte Vorbereitung auf den gewählten Beruf, ohne die gesamte Lehrabschlussprüfung ablegen zu müssen. Für Bürokaufmann/frau oder Betriebsdienstleister/in ist die Office-Assistent/in-Ausbildung Voraussetzung, die bereits in der zweiten Klasse angeboten wird. Für Koch/Köchin oder Kellner/in genügt der Fachschulabschluss mit Facharbeiterbrief. Während des Praktikums wird die Tätigkeit wie im dritten Lehrjahr entlohnt.
Praxis hautnah erleben
„Aus meiner eigenen Erfahrung während des Praktikums bei der Almbusch GmbH konnte ich viele Eindrücke in verschiedenen Bereichen sammeln“, schildert Johanna. Die Almbusch GmbH ist eine Tochterfirma der Rohol Vertriebs GmbH in Rosenau am Hengstpaß. „Besonders spannend war die Arbeit im Online-Shop WOOD4PROS.COM, über den wir hochwertiges Holz für Lasertechnik, Modellbau und viele weitere Anwendungen verkaufen. Da wir im Betrieb selbst eine Lasermaschine haben, konnte ich unser eigenes Holz direkt testen und so die Qualität der Produkte praktisch erleben. Durch diese Einblicke in Organisation, Kundenbetreuung und Produktverwaltung konnte ich theoretisches Wissen direkt anwenden und besser verstehen, wie die Abläufe in einem Betrieb funktionieren.“


