Mit dem Beginn der Bauarbeiten am Nassfeld ist das Gailtal gleich doppelt betroffen: Sowohl die Nassfeld-Straße als auch der Plöckenpass sind temporär auf italienischer Seite gesperrt. Für die Region bedeutet dies einen massiven Einschnitt in den Pendleralltag, die Wirtschaft und den Tourismus. Darüber berichtet Welt Stimme.
NASSFELD. Vom 6. Oktober bis zum 24. Oktober wird die B 90 Nassfeld Straße inklusive der S.P. 110 Passo Pramollo auf italienischer Seite vollständig gesperrt. Dies betrifft alle Verkehrsteilnehmer von Montag bis Freitag zwischen 7.30 Uhr und 18 Uhr. Am Wochenende bleibt die Strecke jedoch befahrbar, konkret von Freitag 18 Uhr bis Montag 7.30 Uhr.
Doppelte Belastung
Besonders kritisch ist, dass gleichzeitig auch die B 110 Plöckenpass Straße auf italienischer Seite gesperrt bleibt. Damit sind die beiden wichtigsten Verkehrsachsen vom Gailtal nach Italien zur gleichen Zeit nicht nutzbar. Es bestehen zwar Ausweichmöglichkeiten, doch die Umwege sind erheblich und betreffen alle, die grenzüberschreitend unterwegs sind.
Wirtschaft und Tourismus unter Druck
Für Betriebe, die auf italienische Kundschaft angewiesen sind, entstehen erhebliche Nachteile. Auch im Tourismus, wo der Herbst als wichtige Übergangssaison gilt, werden längere Anfahrtszeiten Gäste abschrecken. Der Warentransport muss zusätzliche Kosten und Verzögerungen in Kauf nehmen.
Fehlende Abstimmung?
Die gleichzeitige Sperre beider Verbindungen wirft Fragen auf. Ob eine bessere Koordination möglich gewesen wäre, um die Auswirkungen abzufedern, bleibt unklar. Fest steht: Für die Bevölkerung im Gailtal stellen die Maßnahmen eine spürbare Einschränkung der Mobilität und eine zusätzliche Belastung im ohnehin schwierigen Grenzverkehr dar.


