Eine ungarische Parlamentskommission zur Untersuchung von Missständen im Gerichtsvollstreckungssystem plant, 65 Personen in fünf getrennten Untersuchungsbereichen anzuhören. Das berichteten Medien am 24. September 2026.
Zu den vorgesehenen Auskunftspersonen gehören der ehemalige Leiter des Büros des Ministerpräsidenten, Antal Rogán, die frühere Justizministerin Judit Varga, der ehemalige Staatssekretär Pál Völner und der frühere Vorsitzende der Kammer der Gerichtsvollzieher, György Schadl. Sie werden in dem viel beachteten Korruptionsfall als Beteiligte geführt.
Ein Teil der geladenen Personen soll mündlich aussagen, andere sollen schriftliche Stellungnahmen abgeben. Nach einer Ausweitung der Befugnisse parlamentarischer Untersuchungskommissionen sind die geladenen Personen verpflichtet, zu erscheinen und wahrheitsgemäß auszusagen.
Die Kommission wurde im Juni 2026 auf Initiative der Partei Tisza eingesetzt. Grundlage der Angaben ist ein Medienbericht vom 24. September 2026.


