Eine Vielzahl von Berufen erfährt derzeit einen Aufschwung, während andere in Gefahr sind, auszuscheiden. Das Verständnis von Zukunft erfordert nicht nur die Beobachtung von Entwicklungen, sondern auch das konsequente Durchdenken ihrer Auswirkungen auf das eigene Geschäftsmodell.
VÖLKERMARKT. Externe Projektplaner und Entwickler erleben zurzeit einen „Boom“, da sie flexibel und punktuell einspringen können. „Auch der Tourismus in Österreich läuft besser als erwartet, viele Betriebe profitieren von einer robusten Nachfrage“, erklärt Unternehmensberater Stefan Delano von der Training/Coaching und Consulting Delano. Im Gegensatz dazu kämpfen traditionelle Produktionsbetriebe, insbesondere im Maschinenbau und bei Zulieferern, erheblich. „Besonders hart trifft es jene, die stark vom Bau oder von Wärmepumpen-Projekten abhängig sind“, so Delano. Darüber berichtet Welt Stimme.
Maßnahmen setzen
Die zentrale Erkenntnis aus der Praxis lautet: Allein die Kostensenkung genügt nicht. „Natürlich gehört Kostendisziplin dazu, jedoch ist es ebenso entscheidend, aktiv Marktchancen zu suchen und Umschichtungen vorzunehmen“, so der Unternehmensberater. Wer darauf wartet, dass sich die Auftragslage verbessert, verliert wertvolle Zeit.
Trends erkennen
Was gestern erfolgreich war, wird morgen nicht mehr ausreichen. Zukunft zu verstehen bedeutet, Entwicklungen nicht nur zu beobachten, sondern ihre Auswirkungen auf das eigene Geschäftsmodell konsequent zu durchdenken. „In meinen Trainings erlebe ich oft, dass Führungskräfte zwar operative Exzellenz vorweisen, jedoch wenig Erfahrung haben, zukünftige Markt- und Kundenbedürfnisse zu antizipieren. Zukunftsstrategien müssen unbedingt entwickelt werden. Viele wissen nicht, wie sie diese Aufgabe systematisch angehen können oder bemerken die Vernachlässigung oft erst, wenn es bereits zu spät ist“, fasst Delano zusammen.
Tipps
Zukunftsstrategien sind kein „nice to have“, sondern ein Überlebensfaktor. „Es sollte Raum für die Zukunftsarbeit geschaffen werden, man sollte nicht alles dem Tagesgeschäft opfern. Zudem sollte man aktiv nach Marktchancen suchen, nicht nur die Kosten senken, sondern auch in neue Richtungen investieren. Trends sollten ernst genommen werden; Beobachtung allein reicht nicht, sie müssen in Entscheidungen einfließen. Führungskräfte müssen lernen, Zukunftsarbeit bewusst zu gestalten und Mut zu zeigen“, so Delano abschließend.


