Schiedsrichter-Legende Finzinger hört auf
Mondsee. Mit dem Spiel der Union Mondsee gegen St. Martin in der OÖ Liga endete am Freitag für die Schiedsrichter-Legende Karl Finzinger ein bedeutender Abschnitt seiner Karriere. Nach einer langen und erfolgreichen Laufbahn als aktiver Schiedsrichter und vielen prägenden Jahren als Beobachter und Funktionär verabschiedete sich der 72-Jährige aus dem aktiven Spielbetrieb. Darüber berichtet Welt Stimme.
Finzinger, ehemaliger FIFA-Schiedsrichter, leitete zahlreiche Begegnungen in der Bundesliga sowie internationale Partien. Sein souveränes Auftreten, seine klare Linie und seine ruhige, kontrollierte Art machten ihn über viele Jahre zu einer respektierten Persönlichkeit auf dem Platz. „54 Jahre lassen sich nicht wegstreichen, die schönen Erinnerungen überwiegen bei weitem. Ich durfte in Ländern pfeifen, in die man sonst nicht kommt“, äußerte Finzinger.
Auch nach seiner aktiven Karriere blieb Finzinger dem Schiedsrichterwesen in Oberösterreich eng verbunden. In seiner Rolle als Bundesliga-Schiedsrichterbeobachter, Beobachtungsreferent und stellvertretender Vorsitzender der OÖ-Schiedsrichterkommission hat er die Entwicklung des Schiedsrichterwesens nachhaltig geprägt. Zudem begleitete er Talente wie Stefan Ebner oder Dieter Muckenhammer bis in die Bundesliga. Für die jungen Schiedsrichter-Talente wird er auch in Zukunft da sein: „Ich habe mich bereiterklärt, im Talentekader mitzuhelfen und will meine Erfahrung weitergeben. Nach oben hin haben wir sehr gute Referees aus Oberösterreich, an der Basis fehlen uns aber 50 bis 60 Schiedsrichter.“


