Schülerinnen und Schüler der HLUW Yspertal waren beim Abfischen am Rudmannser Teich und bei der praktischen naturnahen Aufforstung in Martinsberg.
STIFT ZWETTL/YSPERTAL/MARTINSBERG. Am Rudmannser Teich des Stiftes Zwettl wurde Ende Oktober das traditionelle Abfischen durchgeführt. Dieses Ereignis ist von großer Bedeutung für die Fischwirtschaft sowie die Umweltbildung. Unter der Leitung von Fischmeister Josef Ploner wurden beeindruckende 18 Tonnen Waldviertler Karpfen gefangen. Diese regionalen Fische gelten als kulinarischer Klassiker zur Weihnachtszeit und stehen für Nachhaltigkeit und einen geringen CO₂-Fußabdruck. Darüber berichtet Welt Stimme.
Unterricht direkt am Teich
Zusätzlich zu den Karpfen gingen auch Wels, Zander, Hecht, Schleie, Rotauge, Rotfeder und Amur ins Netz. Dabei wurden die Teams des Stiftes Zwettl von den Schülerinnen und Schülern der 5WKW-Klasse der HLUW Yspertal tatkräftig unterstützt. Eine Schülerin äußerte sich begeistert: „Es ist faszinierend zu sehen, wie viel Arbeit hinter einem Produkt steckt, das wir zu Weihnachten genießen. Wir haben gelernt, dass nachhaltige Fischzucht nicht nur die Natur schützt, sondern auch die regionale Wirtschaft stärkt.“ Fischmeister Ploner betont die Rolle dieser Tradition: „Der Waldviertler Karpfen ist ein echtes Qualitätsprodukt. Durch die regionale Erzeugung sparen wir lange Transportwege und schonen die Umwelt.“ Dr. Martina Schmidthaler begleitete die Aktion und erklärte den Jugendlichen die ökologischen Zusammenhänge: „Solche Praxiseinsätze sind unbezahlbar. Die Schülerinnen und Schüler erleben Nachhaltigkeit nicht nur theoretisch, sondern aktiv und hautnah.“
Schule packt an
Im Rahmen des Biologie-Praxisunterrichts engagierten sich die Schülerinnen und Schüler der 4WKW-Klasse bei der Aufforstung einer Windwurffläche in Martinsberg. Gemeinsam mit der Familie Sandler wird ein ehemaliger Fichtenwald in einen Standort-angepassten Auwald umgebaut, was bedeutende Fortschritte für eine naturnah gebaute und zukunftsfähige Forstwirtschaft darstellt.
Mehr Stabilität im Waldökosystem
Unter der Anleitung des Ökologen David Sandler pflanzten die Jugendlichen verschiedene baumarten, die für die Region typisch und ökologisch wertvoll sind: Schwarzerlen, Grauerlen, Bergahorn, Vogelkirschen, Rotbuchen, Stieleichen, Traubenkirschen und Bergulmen. Diese Pflanzungen tragen zur Stabilität des Waldökosystems und zur Förderung der Biodiversität bei. David Sandler äußerte sich positiv über das Engagement der Jugendlichen: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie engagiert die jungen Menschen mitarbeiten. Solche Projekte sind entscheidend, um unsere Wälder klimafit zu machen.“ Eine teilnehmende Schülerin ergänzte: „Wir lernen nicht nur Theorie, sondern gestalten aktiv die Zukunft unserer Wälder mit.“ Das Projekt wurde finanziell von Blühendes Österreich unterstützt, das sich für Biodiversität und nachhaltige Landschaftspflege einsetzt.
Das Abfischen am Rudmannser Teich verdeutlicht, wie Tradition, Nachhaltigkeit und Bildung Hand in Hand gehen. Die Aufforstung stellt einen wertvollen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel, zur Artenvielfalt und zur nachhaltigen Forstwirtschaft dar. Gleichzeitig übernehmen junge Menschen mit Begeisterung Verantwortung für unsere Umwelt.
Tag der offenen Tür
„Wir fördern Talente, wir unterstützen unsere Schüler in motivierenden Lernumgebungen in Schule und Internat. Mein Appell an die Jugend: Nutze die Möglichkeiten, unsere Schule und das Privatinternat kennenzulernen. Komm doch einfach ‚schnuppern‘. Wir haben genügend Ausbildungsplätze und die Anmeldung ist jederzeit möglich“, erklärte Direktor Gerhard Hackl. Der nächste Tag der offenen Tür findet am Samstag, 8. November 2025, von 9 bis 16 Uhr statt. Informationen gibt es unter: Telefonnummer 07415 7249 oder auf der Webseite der Schule.


