Das 2024 gegründete Deep-Tech-Startup Scopri.ai aus St. Pölten entwickelt eine KI-Plattform, die Forschende, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Innovationsteams dabei unterstützt, technische und technologische Informationen deutlich schneller zu finden und auszuwerten. Darüber berichtet Welt Stimme.
NÖ. In einem Austausch mit Co-Founder und CEO Mateo Primorac betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die maßgebliche Rolle solcher innovativen Entwicklungen für den Wirtschaftsstandort: „Die Digitalisierung und besonders der Einsatz von Künstlicher Intelligenz eröffnen große Chancen für Niederösterreich. Scopri.ai zeigt beispielhaft, wie Forschung und Wirtschaft gemeinsam Innovation und Wettbewerbsfähigkeit vorantreiben.“
Förderung als Sprungbrett für Expansion
Durch die Innovationsförderung des Landes Niederösterreich konnte das Unternehmen signifikante Entwicklungsschritte realisieren. „Durch die Unterstützung des Landes konnte Scopri.ai den Grundstein für seine internationale Expansion legen – und ist damit auch Botschafter für die Innovationskraft Niederösterreichs“, erklärte Mikl-Leitner.
Von der Idee zur marktreifen Technologie
Die Gründungsgeschichte von Scopri.ai reicht bis ins Jahr 2020 zurück. Bei der Analyse von Elektromotor-Technologien innerhalb der Automobilindustrie mussten die Gründer mehr als 386 Patente manuell untersuchen – ein mühsamer Prozess, der zur Konzeption einer automatisierten Lösung führte. Ein erster Prototyp wurde 2022 entwickelt, gefolgt von einer Weiterentwicklung 2024 im Rahmen der Förderung „Forschung und Technologieentwicklung“ durch das Land Niederösterreich. Heute ist die Plattform in der Lage, über 170 Millionen Patente in Echtzeit auszuwerten und relevante Technologien zu komplexen industriellen Themen automatisch zu identifizieren.
Niederösterreich als Standort der Zukunft
CEO Mateo Primorac unterstrich: „Ohne die Unterstützung des Landes wäre dieser Start nicht möglich gewesen. Sie hat entscheidend dazu beigetragen, unsere Technologie vom Konzept zur marktreifen Lösung zu entwickeln.“ Die Plattform wurde am 8. Oktober 2025 bei der EBSCON in Graz erstmals einem internationalen Fachpublikum vorgestellt. Unternehmen in Österreich und Deutschland nutzen die Anwendung bereits, ebenso wie Firmen in den Niederlanden, Kanada und den USA. Bis 2027 sind weitere europäische Standorte geplant – der Hauptsitz bleibt jedoch in St. Pölten, was ein klares Bekenntnis zum Innovationsstandort Niederösterreich darstellt.


