Steigende Energiepreise belasten die Arbeitnehmer im Inn- und Hausruckviertel. Die Arbeiterkammer fordert daher Maßnahmen für leistbaren Strom und günstige Wärme.
INN-/HAUSRUCKVIERTEL. Im Jahr 2025 sehen sich viele Menschen mit erheblichen finanziellen Mehrbelastungen durch steigende Strom- und Heizkosten konfrontiert. Die Strompreisbremse ist ausgelaufen, und sowohl die Elektrizitätsabgabe als auch der Erneuerbaren-Förderbeitrag sind wieder auf das Niveau vor Inkrafttreten der Anti-Teuerungs-Maßnahmen gestiegen. Zudem bleiben die Erdgaspreise hoch. Eine aktuelle Erhebung des Wohnzufriedenheitsindex der Arbeiterkammer zeigt, dass all diese Faktoren negative Auswirkungen auf die Arbeitnehmer:innen im Innviertel haben. Darüber berichtet Welt Stimme.
„Landes- und Bundesregierung müssen jetzt Maßnahmen setzen, um verträgliche Energiepreise sicherzustellen“, forderte AK-Präsident Andreas Stangl.
Wohnzufriedenheitsindex
Laut dem Wohnzufriedenheitsindex heizen etwa 13 Prozent der Arbeitnehmer:innen im Innviertel mit Fernwärme, 14 Prozent mit Gas und 15 Prozent mit Öl und sind damit besonders von den steigenden Preisen betroffen. Die übrigen Haushalte beziehen ihre Wärme durch Biomasse, Solarenergie, Wärmepumpen oder Strom. Die monatlichen Energiekosten für Heizung, Warmwasser und Strom betragen im Innviertel im Durchschnitt 1,61 Euro pro Quadratmeter, was leicht unter dem oberösterreichischen Durchschnitt von 1,67 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche liegt. Etwa sechs von zehn Arbeitnehmer:innen in den Bezirken Braunau, Grieskirchen, Ried und Schärding berichten von einer erhöhten finanziellen Belastung seit Jahresbeginn. Besonders betroffen sind jene mit geringem Einkommen, für die das Ende der Strompreisbremse und die gestiegene CO2-Besteuerung eine besondere Herausforderung darstellen.
Forderungen der Arbeiterkammer
Um die Situation der Arbeitnehmer:innen zu verbessern, fordert die Arbeiterkammer Oberösterreich gezielte öffentliche Unterstützungen für Mieter:innen, die Heiz- und Betriebskosten nicht mehr stemmen können. Des Weiteren sollten Mietabschläge für Wohnungen, die mit fossilen Energieträgern beheizt werden oder unzureichend gedämmt sind, möglich sein, da die Mieter:innen keinen Einfluss auf die Wahl des Heizungssystems oder die Dämmqualität der Gebäude haben. Zudem sind bessere Schutzstandards für Konsument:innen von Fernwärme erforderlich, einschließlich transparenter Vertragsbedingungen und wirksamer Preiskontrollen.


