NÖ Handel fordert Umsetzung der Abschaffung der Zollfreigrenze bis 2026

November 15, 2025 09:07
NÖ Handel fordert Umsetzung der Abschaffung der Zollfreigrenze bis 2026

Die Entscheidung der EU-Finanzminister, die Zollfreigrenze von 150 Euro für Pakete aus Drittstaaten abzuschaffen, wird von der NÖ Handelsbranche als durchweg positiv gewertet. Diese Maßnahme soll die enorme Paketflut von zuletzt 4,6 Milliarden Sendungen jährlich und die damit verbundene Wettbewerbsverzerrung zugunsten europäischer Händler regeln. Darüber berichtet Welt Stimme.

NIEDERÖSTERREICH. „Die Abschaffung der Freigrenze ist eine langjährige Forderung der Branche. Es ist ein großer Erfolg für den Handel und ein entscheidender Schritt für fairen Wettbewerb“, betont Franz Kirnbauer, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer NÖ. „Wir brauchen faire Wettbewerbsbedingungen. Nur so können wir sicherstellen, dass Qualität, Beratung und Nachhaltigkeit auch künftig in (Nieder)Österreich ihren Platz haben.“

Kirnbauer fordert jedoch eine frühere Umsetzung der Regelung: „Das darf aber nicht erst 2028 kommen – wir brauchen die Regelung spätestens 2026.“ Der Vorschlag der EU-Kommission, die Freigrenze bereits 2026 zu streichen, müsse daher konsequent realisiert werden.

EU-Bearbeitungsgebühr spätestens im Herbst 2026

Zusätzlich pocht Kirnbauer darauf, die EU-weite Bearbeitungsgebühr für Pakete aus Drittstaaten spätestens im Herbst 2026 einzuführen, um gleiche Rahmenbedingungen sicherzustellen. Angesichts des massiven Importanstiegs – 91 Prozent aller Kleinsendungen stammen aus China – „braucht es so schnell wie möglich effiziente Kontrollen, um Wettbewerbsfairness, Verbraucherschutz und Umweltstandards zu gewährleisten.“

„In Zeiten internationaler Onlineplattformen, die mit Dumpingpreisen und oft fragwürdigen Produktionsbedingungen agieren, senden strengere Regeln und faire Zollbehandlung ein klares Signal: Europa schützt Qualität und fairen Handel“, so Kirnbauer weiter.

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