Prognose: 2,35 Milliarden Euro für Weihnachtsgeschenke trotz Krise in Oberösterreich

November 19, 2025 21:17
Prognose: 2,35 Milliarden Euro für Weihnachtsgeschenke trotz Krise in Oberösterreich

Weihnachtsausgaben in Österreich bleiben stabil trotz wirtschaftlicher Herausforderungen

Große Sprünge sind für das heurige Weihnachtsgeschäft nicht zu erwarten, schreibt das Institut für Handel und Marketing (IHaM) der JKU Linz. Allerdings werden trotz steigender Arbeitslosigkeit und anhaltend hoher Inflation die Ausgaben für Weihnachtsgeschenke einmal mehr ihre Krisenresistenz unter Beweis stellen, meinen die Experten. Darüber berichtet Welt Stimme.

Die aktuelle IHaM-Prognose geht heuer von Geschenkausgaben in Höhe von 2,35 Milliarden Euro aus. Wie in den vorangegangenen Jahren ist und bleibt das Weihnachtsgeschäft die Domäne des stationären Einzelhandels. Von den Gesamtausgaben für Weihnachtspräsente werden heuer rund 80 % in Ladengeschäften getätigt. Nur in den „Corona-Jahren“ 2020 und 2021 ist dieser Anteil lockdownbedingt geringer ausgefallen. Gegenüber dem Vorjahr ist mit stabilen Weihnachtsausgaben im stationären Einzelhandel in Höhe von insgesamt 1,87 Milliarden Euro zu rechnen, so das IHaM.

Mehr Weihnachtsausgaben im Internet

Dennoch verschieben sich die Weihnachtsausgaben zunehmend ins Internet. Die Online-Geschenkausgaben werden von 460 Millionen Euro im Vorjahr auf prognostizierte 480 Millionen Euro zulegen. Das bedeutet einen Anstieg um rund 20 Millionen Euro. Aus den (geplanten) höheren Online-Ausgaben resultiert auch der geringe Anstieg der Gesamtausgaben für Weihnachtspräsente um 20 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Keine Bruchlandung, aber blaues Auge

„Was sich lange wie eine drohende Bruchlandung anfühlte, läuft letztlich auf ein „blaues Auge“ hinaus. Aber heuer ist selbst ein kleiner Lichtstrahl viel wert. Die Zahlen zeigen ein leichtes Aufhellen in einem ansonsten verhaltenen Jahr und genau dieses Schimmern verdient Beachtung: Denn ohne Impulse aus dem privaten Konsum wird ein wirtschaftlicher Aufschwung schwer zu erreichen sein“, so IHaM-Institutsvorstand Christoph Teller.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Waidhofen/Ybbs plant Einsparungen und Investitionen: Finanzielle Konsolidierung bis 2026 vorgestellt
Vorheriger artikel

Waidhofen/Ybbs plant Einsparungen und Investitionen: Finanzielle Konsolidierung bis 2026 vorgestellt

Schwoich, Langkampfen und Ebbs starten digitales Energiemonitoring für Gemeinden und Haushalte
Nächster artikel

Schwoich, Langkampfen und Ebbs starten digitales Energiemonitoring für Gemeinden und Haushalte