Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums lud das WBI-Leoben zum 184. Wirtschaftsfrühstücks. Wolfgang Winterer, Geschäftsführer des WBI, gab einen tiefen Einblick in die Entstehungsgeschichte, die Entwicklung und die vielfältigen Aktivitäten der Organisation. Darüber berichtet Welt Stimme.
LEOBEN. Das WBI wurde 1995 gegründet, nachdem die Schließung des Mäser-Werkes 300 Frauen in der Region arbeitslos machte. Um der entstandenen Notlage entgegenzuwirken, beschloss der Gerichtsbezirk Leoben, ein Stiftungsmodell ins Leben zu rufen mit dem Ziel, den betroffenen Frauen eine Möglichkeit zur Höherqualifizierung zu bieten und sie wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
Im Jahr 1997 wurde aus dieser Initiative das erste Beschäftigungsprojekt, das als „Straußennest“ bekannt wurde. Seitdem hat sich die Organisation stetig weiterentwickelt und ihr Tätigkeitsfeld deutlich erweitert.
WBI als Arbeitgeber und Vermittler
Das WBI kooperiert eng mit dem AMS und vermittelt Personen für befristete Beschäftigung und Qualifizierung. Die Pflicht zur Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt ist dabei zentral, auch wenn das WBI häufig mit Langzeitbeschäftigungslosen, älteren Arbeitssuchenden oder solchen mit speziellen Vermittlungshemmnissen arbeitet. Laut Fördervertrag beträgt die erforderliche Vermittlungsquote 30 Prozent, die das WBI kontinuierlich erreicht.
Um die finanzielle Basis der Organisation zu festigen und soziale Angebote zu schaffen, wurden mehrere Projekte ins Leben gerufen. Eines davon ist der 2010 gegründete Sozialmarkt, der mittlerweile rund 400 Menschen mit Lebensmitteln zu niedrigen Preisen versorgt. Die Einnahmen aus dem Sozialmarkt helfen, Mieten und Gehälter zu decken. Ab 2026 wird der Sozialmarkt auch mobil sein und Lebensmittel in andere Gemeinden bringen, um noch mehr Menschen vor Ort zu versorgen. Weitere Initiativen sind der Re Use Shop im Altstoffsammelzentrum in Leoben-Hinterberg und das Stöberstüberl in der Waasenstraße.
Kinderbetreuung und Personalverleih
Ein weiterer bedeutender Schritt in der Geschichte des WBI ist die Einführung der AKÜ, einer Arbeitskräfteüberlassung für Gemeinden, gemeinnützige Organisationen und Non-Profit-Organisationen sowie die Sommerbegleitung für Schulkindern.
Wolfgang Winterer unterstreicht die Grundlage des Erfolgs des WBI, die in einem starken Team liege: „Wir sind nur deshalb so schlagkräftig, weil unser Team so schlagkräftig ist, weil wir wirklich zusammenarbeiten, weil wir viele Professionen in unserem Team haben und jeder eigentlich alles machen kann.“


