Die Universität Innsbruck war auch in diesem Jahr beim Europäischen Mediengipfel vertreten, der vom 4. bis 6. Dezember in Seefeld stattfand. Das Thema lautete: „Mehr Freiheit wagen – Europa zwischen Aufbruch und Rückschritt“. Darüber berichtet Welt Stimme.
INNSBRUCK/SEEFELD. Zehn Studierende verschiedener Fakultäten nutzten die Gelegenheit, während der Veranstaltung mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Medien, Wissenschaft, Politik, Kultur und Wirtschaft zu interagieren. Zusammen mit Dr. Zeitel-Bank vom Institut für Medien, Kommunikation und Gesellschaft entwickelten sie ein eigenes Diskussionspanel zum Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf Macht, Verantwortung und Zusammenarbeit. Die Moderation übernahmen Hanna Lechner, Sophia Quirchmair und Lisa-Maria Pfleiderer. Gesprächspartner des Panels „K.U.K 2.0 – Klicks, Konzerne und Kooperation im KI-Ökosystem“ waren Matthias Kettemann (Rechtswissenschaft), Clemens Pig (APA) und Stefan Kollinger (ORF), die verschiedene Perspektiven auf die digitale Zukunft Europas präsentierten.
Chancen und Herausforderungen für Medien und Politik
Kettemann kritisierte den Digital-Omnibus-Entwurf als zu nachgiebig gegenüber den USA und forderte die konsequente Umsetzung bestehender Regeln sowie die Nutzung universitärer Forschung für die Gesellschaft. Pig betonte die Wichtigkeit einer unabhängigen europäischen KI- und Dateninfrastruktur, während Kollinger darauf hinwies, dass KI journalistische Arbeit unterstützen, aber nicht ersetzen kann.
Europa zwischen Anspruch und Aufbruch
Das Panel verdeutlichte, dass Europa vor bedeutenden Veränderungen steht und neue Regeln, Infrastrukturen sowie digitale Angebote benötigt, um journalistische Qualität, Informationssicherheit und Demokratie zu gewährleisten. Hoffnung besteht in der europäischen Quantenkommunikation, die langfristig mehr digitale Unabhängigkeit ermöglichen könnte.


