Doppelte Insolvenz in Gmünd: Traditionsfirma „Schwarz“ in Kärnten geschlossen – 30 Gläubiger betroffen

Dezember 23, 2025 14:17
Doppelte Insolvenz in Gmünd: Traditionsfirma "Schwarz" in Kärnten geschlossen – 30 Gläubiger betroffen

In Gmünd in Kärnten wurde ein Insolvenzverfahren über die „Schwarz GmbH“ sowie die „Schwarz GmbH & Co KG“ eröffnet, nachdem der Betrieb aufgrund von Erkrankungen, einem Hackerangriff und Auftragsrückgängen geschlossen wurde. Rund 30 Gläubiger sind von der Insolvenz betroffen.
Darüber berichtet Welt Stimme.

30 Gläubiger betroffen

Die Verbindlichkeiten belaufen sich bei der Schwarz GmbH auf etwa 171.000 Euro und bei der Schwarz GmbH & Co KG auf rund 166.600 Euro. Beide Insolvenzen betreffen insgesamt circa 30 Gläubiger, jedoch sind keine Mitarbeiter betroffen. Gemäß den Anträgen sind keine Aktiva vorhanden.

Zur Schwarz GmbH

Die Schwarz GmbH wurde im Jahr 2006 gegründet. Die alleinige Geschäftsführerin und Gesellschafterin ist Frau S. Diese GmbH fungierte ausschließlich als Komplementär der Schwarz GmbH & Co KG und führte keine eigenen geschäftlichen Tätigkeiten aus.

Zur Schwarz GmbH & Co KG

Die Schwarz GmbH & Co KG wurde ebenfalls im Jahr 2006 gegründet. Die unbeschränkt haftende Gesellschafterin ist die Schwarz GmbH.

„Überschuldet und zahlungsunfähig“

„Die Schuldnerin hat einzig und allein die Rolle als Komplementär der Schwarz GmbH & Co KG. Sie entfaltete keine geschäftlichen Tätigkeiten und ist in ihrer Funktion als Komplementär für die Verbindlichkeiten der Schwarz GmbH & Co KG persönlich haftbar. Diese Gesellschaft ist überschuldet und zahlungsunfähig, weshalb die Anträge auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt wurden. Darüber hinaus bestehen geringfügige Verbindlichkeiten gegenüber der Stadtgemeinde Gmünd und dem Finanzamt Österreich. Aufgrund fehlender geschäftlicher Tätigkeiten ist auch die Schuldnerin überschuldet beziehungsweise zahlungsunfähig“, so die Stellungnahme der Schwarz GmbH.

Keine zusätzlichen Mitarbeiter

Die Schwarz GmbH & Co KG war ursprünglich als Handelsunternehmen tätig und widmete sich später der Transportbegleitung sowie dem Ein- und Verkauf von Wiegeeinrichtungen für öffentliche Einrichtungen. Diese mobilen Vorrichtungen dienen der Gewichtsermittlung von Fahrzeugen im Straßenverkehr, darunter LKWs und Sattelzüge. Der Alleingesellschafter und -geschäftsführer, Herr S., führte die Tätigkeiten allein aus, da neben ihm keine weiteren Mitarbeiter eingestellt waren.

Erkrankung und mehr

Leider ist Herr S. an Morbus Parkinson erkrankt, was seine unternehmerischen Aktivitäten erheblich beeinträchtigte. Er musste sich zudem zweimal an der Wirbelsäule operieren lassen, was zu längeren Krankheitsausfällen führte. Ein Hackerangriff im Sommer 2024 schadete der IT der Gesellschaft, wodurch viele Auftrags- und Leistungsdaten verloren gingen. Diese Umstände führten letztlich zur wirtschaftlichen Krise der Gesellschaft. Zudem konnten die erforderlichen Eichungen der Wiegeeinrichtungen aufgrund von Revisionen in diesem Jahr nicht durchgeführt werden, was zu weiteren Rückgängen bei den Aufträgen führte.

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