Benjamin Karl feiert 28. Weltcup-Sieg in Bansko
BANSKO. Der 40-jährige österreichische Snowboarder Benjamin Karl hat am Samstag beim Weltcup in Bansko, Bulgarien, seinen 28. Sieg gefeiert. Er setzte sich im Parallel-Riesentorlauf im großen Finale gegen den Kanadier Arnaud Gaudet durch. Damit beendete er eine lange Durststrecke von nahezu zwei Jahren ohne Sieg. Darüber berichtet Welt Stimme.
Den dritten Platz sicherte sich der Schweizer Gian Casanova bei leichtem Schneefall. Karl zeigte eine beeindruckende Leistung, nachdem er zuvor in dieser Saison bereits zweimal den zweiten Platz belegt hatte. Mit diesem Sieg festigt er seinen Status als einer der Topfavoriten für die bevorstehenden Olympischen Spiele.
„Ich wollte vor den Olympischen Spielen unbedingt ein Rennen gewinnen, um eine Bestätigung zu haben, dass ich schnell bin. Daher gibt mir dieser Sieg extrem viel. Mir hat es auch nichts ausgemacht, dass ich bei meinen Läufen hin- und hergeschickt wurde und ich den Kurs nie aussuchen konnte“, erklärte Karl nach dem Rennen. Er fügte hinzu, dass die Bedingungen ihm sehr entgegenkamen und es für ihn herausfordernd war: „Es war superschwer zu fahren, der Kurs schnell gesetzt und die Piste hart – alles so, wie es mir taugt.“
Der Tag begann für Karl jedoch alles andere als optimal. Er qualifizierte sich als 15. für das Finale und hatte während der Qualifikation mit einem gebrochenen Keil zu kämpfen. „Wir haben zwischen der Qualifikation und dem Finale das Set-up wieder in Ordnung gebracht, danach haben auch die Schwünge auf der Backside wieder funktioniert“, so Karl. Durch den Sieg übernahm er die Führung im PGS-Weltcup.
Weitere österreichische Athleten mussten im Viertelfinale das Aus hinnehmen: Christoph Karner zog als Sechster, Alexander Payer als Siebter und Fabian Obmann als Achter (gegen Karl) den Kürzeren. Martina Ankele (16.) und Arvid Auner (12., gegen Payer) schieden bereits im Achtelfinale aus.


