Das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat die Suspendierung des Russischen Olympischen Komitees (ROC) aufgehoben. Damit sind die bisherigen Empfehlungen des IOC an internationale Sportverbände, russische Athleten und Mannschaften von Wettkämpfen auszuschließen oder nur eingeschränkt teilnehmen zu lassen, nicht mehr gültig. Die Entscheidung wurde am 7. Juli 2026 bekannt gegeben und ermöglicht russischen Mannschaften grundsätzlich die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2028 in Los Angeles sowie den Olympischen Jugend-Winterspielen 2028 im italienischen Dolomiti-Valtellina.
Die Entscheidung im Detail
In einer Mitteilung des IOC hieß es, die Suspendierung des ROC werde vorläufig aufgehoben. Die bisherigen Beschränkungen für russische und belarussische Athleten – etwa Start unter neutraler Flagge – seien nicht mehr Gegenstand der IOC-Empfehlungen. Das Gremium kündigte zudem an, zu einem späteren Zeitpunkt über die mögliche Verwendung russischer Staatssymbole wie Flagge und Hymne bei internationalen Wettkämpfen zu beraten.
Eigenverantwortung der Fachverbände
Die endgültige Entscheidung über die Zulassung russischer Athleten liegt nach Angaben des IOC nun bei den einzelnen internationalen Sportfachverbänden. Diese können auf Grundlage ihrer eigenen Regeln und Gegebenheiten über Teilnahmebedingungen befinden. Damit bleibt eine einheitliche Linie im Weltsport vorerst aus. Bereits im Mai 2026 hatte das IOC zudem seine Empfehlungen zu Beschränkungen für belarussische Athleten aufgehoben.
Die Entwicklung betrifft auch den ordentlichen Ablauf der Olympischen Spiele 2028 in den USA und Italien. Beide Austragungsländer stehen vor der Herausforderung, die Teilnahme russischer Mannschaften in ihr politisches und sicherheitspolitisches Umfeld einzuordnen. Die internationalen Sportverbände werden in den kommenden Monaten ihre jeweiligen Regelungen bekannt geben.


