Die Wissenschaftlerin Sigrid Stagl sprach in Haunoldstein über die dringend notwendigen Maßnahmen im Klimaschutz und die ökonomischen Folgen des Abwartens. Der Gemeindesaal war bis auf den letzten Platz gefüllt.
HAUNOLDSTEIN. „Nichthandeln ist fünf Mal so teuer wie Handeln.“ Mit dieser prägnanten Aussage brachte Sigrid Stagl ihre zentrale Botschaft auf den Punkt. Im voll besetzten Gemeindesaal von Haunoldstein diskutierte sie die schwerwiegenden Folgen einer unzureichenden Klimapolitik. Darüber berichtet Welt Stimme.
Große Aufmerksamkeit fand der Vortrag bei den zahlreichen Anwesenden aus der Gemeinde und der Umgebung. Stagl machte deutlich, dass die Thematik nicht nur der Umwelt, sondern auch der langfristigen wirtschaftlichen Stabilität gilt.
Klimaschutz als Chance für die Wirtschaft
Die Ökonomin betonte, dass ökologisches Handeln einen wichtigen Anstoß für die Wirtschaft liefern kann. Eine nachhaltige Ausrichtung eröffnet neue Chancen, fördert Innovationen und sichert Arbeitsplätze.
Stagl strebt die Schaffung einer Wirtschaft an, die im Einklang mit der Natur und den physikalischen Grenzen arbeitet. Jede wirtschaftliche Aktivität hat Auswirkungen auf die Umwelt, doch diese werden häufig nicht vollständig in die Kosten mit einbezogen.
Forderung nach mehr Kostenwahrheit
Stagl sprach sich klar für eine höhere Kostenwahrheit aus. Klimaschäden müssten stärker in die betriebswirtschaftlichen Überlegungen einfließen, während klimaschädliche Förderungen und Ausgleichszahlungen verringert werden sollten. Nur so könne eine gerechte und zukunftsfähige Wirtschaftsweise entstehen, die die nachfolgenden Generationen nicht belastet.
Einladung durch Gemeinde und Bildungswerk
Die Wissenschaftlerin wurde vom Katholischen Bildungswerk in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Haunoldstein eingeladen. Der Vortrag zeigte das größere lokale Interesse an Klimathemen. Viele Besucher nutzten im Anschluss die Gelegenheit zum Austausch und zur Diskussion.


