Bauernbund fordert verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie

Jänner 23, 2026 06:07
Bauernbund fordert verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie

Österreichischer Bauernbund fordert Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie

Der Österreichische Bauernbund setzt sich für eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln in der Gastronomie ein. Dies solle wie in Supermärkten auch in Restaurants schnell erkennbar sein, um den Gästen Transparenz über die Herkunft von Fleisch, Eiern und anderen Produkten zu bieten. Darüber berichtet Welt Stimme.

In der Gastronomie sind die Gäste oft unsicher, woher die Lebensmittel stammen, die auf ihren Tellern landen. „Die Bevölkerung wünscht sich eine Herkunftskennzeichnung und das ist auch richtig so. Denn die Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie darf nicht die Kür sein, sie muss die Pflicht für alle Gastronomen und Touristiker sein. Nur so wissen die Gäste, was sie am Teller haben. Derzeit sind Gäste vielfach auf die Ehrlichkeit des Kellners angewiesen. Das ist zu wenig“, erklärt Corinna Weisl, Direktorin des Bauernbundes.

Für mehr Fairness am Markt

Laut Bauernbund ist eine klare Kennzeichnung entscheidend für die europäische Landwirtschaft, da sie den Verbrauchern ermöglicht, zu erkennen, ob ein Produkt aus einem Drittstaat stammt. Dies könnte heimischen Landwirten in einem wettbewerbsintensiven Markt zu mehr Fairness verhelfen, indem Verbraucher gezielt zu lokalen Produkten greifen. Die Umsetzung sei möglich, da bereits in anderen Bereichen des Außer-Haus-Verzehrs ähnliche Lösungen existieren.

Weisl betont weiter: „Unser klares Ziel ist eine verpflichtende, EU-weite Herkunftskennzeichnung, damit überall in Europa die gleichen Spielregeln gelten. Bis es so weit ist, braucht es eine transparente und nachvollziehbare Lösung in Österreich. Konsumenten haben ein Recht darauf, zu wissen, was am Teller liegt. Wer Österreich am Teller will, muss auch erkennen können, ob das auch tatsächlich der Fall ist.“

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