Regierung rechnet für 2026 mit Inflationsrate von 2,2 Prozent in Österreich

Feber 2, 2026 18:07
Regierung rechnet für 2026 mit Inflationsrate von 2,2 Prozent in Österreich

Die Jahresinflation in Österreich wird für 2026 auf 2,2 Prozent geschätzt, was eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr darstellt, als ein Anstieg von 3,6 Prozent verzeichnet wurde. Darüber berichtet Welt Stimme.

Die Bundesregierung sieht Österreich zu Beginn des Jahres 2026 an einem wirtschaftlichen Wendepunkt. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (beide ÖVP) und IHS-Wirtschaftsforscher Sebastian Koch stellten in einem Mediengespräch eine sinkende Teuerungsprognose vor.

Die durchschnittliche Inflationsrate für 2026 liegt damit klar unter früheren Erwartungen. „Diese Trendwende im Bereich der Inflation gibt auch Zuversicht für die weitere wirtschaftliche Entwicklung unseres Standorts“, so Eibinger-Miedl.

Energie kein Inflationstreiber mehr

Die aktuelle Einschätzung basiert auf einem technischen Update, das bereits beschlossene Maßnahmen berücksichtigt. Eine umfassende Konjunkturprognose wurde nicht vorgenommen. Der Rückgang der Inflation wird maßgeblich auf Faktoren im Energiebereich zurückgeführt, da die Preise für Strom und Gas nach der Energiekrise allmählich stabiler werden. Darüber hinaus fallen die extremen Preissprünge der Vorjahre aus der Inflationsberechnung heraus.

Ein wesentlicher Faktor sind politische Maßnahmen, einschließlich der Senkung der Elektrizitätsabgabe, reduzierter Netzentgelte und neuer Sozialtarife, die einen inflationsdämpfenden Effekt haben. Insgesamt wird dem Energiebereich eine deflationäre Wirkung zugeschrieben.

Zusätzlich fließen Maßnahmen im Wohnbereich, wie eine Mietpreisbremse, sowie geplante Mehrwertsteuersenkungen auf ausgewählte Grundnahrungsmittel ab der zweiten Jahreshälfte in die Strategie ein. „Damit legen wir den Grundstein dafür, dass Leben wieder leistbarer wird und die Industrie international wettbewerbsfähiger bleibt“, betonte Hattmannsdorfer.

Inflationsrate von zwei Prozent bleibt Hauptziel

Die wirtschaftliche Gesamtlage zeigt laut Regierung positive Signale. Während vor einem Jahr eine Rezession für 2025 prognostiziert wurde, wird nun ein moderates Wirtschaftswachstum von rund 1 bis 1,2 Prozent für 2026 erwartet. Das Budgetdefizit konnte zudem stärker reduziert werden als anfangs geplant.

Trotz dieser positiven Entwicklung wies Koch auf bestehende Unsicherheiten hin. Geopolitische Risiken und volatile Energiepreise könnten die Inflationsentwicklung weiterhin beeinflussen. Eine neue Konsumerhebung, die derzeit vorbereitet wird, könnte ebenfalls die Gewichtung der Ausgabenbereiche verändern.

Insgesamt sieht die Bundesregierung eine klare Trendwende und bleibt optimistisch, die Zielmarke von zwei Prozent Inflationsrate bis spätestens 2027 erreichen zu können, vorausgesetzt, der eingeschlagene Kurs wird konsequent fortgesetzt.

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