Inflation in Österreich sinkt im Jänner auf zwei Prozent – Ursache sind gesunkene Energiepreise

Feber 4, 2026 10:19
Inflation in Österreich sinkt im Jänner auf zwei Prozent – Ursache sind gesunkene Energiepreise

Inflation in Österreich im Jänner 2026 bei zwei Prozent

Die inflationären Tendenzen haben im Januar 2026 stark nachgelassen, wie eine Schnellschätzung der Statistik Austria zeigt. Die Inflation wird voraussichtlich bei zwei Prozent liegen, was einem Rückgang um 0,7 Prozentpunkte im Vergleich zum Januar 2025 entspricht. Das Ende des Basiseffektes bei Strom sowie Preisrückgänge im Energiesektor sind hierfür entscheidend. Darüber berichtet Welt Stimme.

Die Teuerungsrate in Österreich ist im Januar 2026 erheblich gesunken. Laut der am Mittwoch veröffentlichten Schnellschätzung beträgt die Inflation 2,0 Prozent, was einer signifikanten Verbesserung im Vergleich zu den hohen Werten des Vorjahres entspricht.

Der Rückgang der Inflation ist hauptsächlich auf das Ende des Basiseffektes bei Strom und die allgemeinen Preisrückgänge im Energiesektor, einschließlich Strom, Gas, Heizöl und Treibstoffen, zurückzuführen. Ein Vergleich der Indexstände zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 zeigt, dass das Preisniveau voraussichtlich um 1,2 Prozent gesenkt wird.

„Damit sinkt die Teuerung in Österreich nach den hohen Inflationsraten des Jahres 2025 wieder auf die Werte der zweiten Jahreshälfte 2024. Dämpfende Effekte gingen von Strom, Gas, Heizöl und Treibstoffen sowie von Industriegütern aus“, erklärte Manuela Lenk von der Statistik Austria.

Politische Reaktionen zur Inflationslage

In der Bundesregierung wird die aktuelle Entwicklung mit Freude zur Kenntnis genommen. „Wir haben die Teuerungskrise gebrochen. Die Inflation ist auf zwei Prozent gesunken, das ist die Bestätigung für den Regierungskurs“, äußerte Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ). „Mit dem Mietpreis-Stopp haben wir den Preissteigerungen im Wohnbereich einen Riegel vorgeschoben. Mit dem Günstiger-Stromgesetz, dem Sozialtarif und dem Senken der Energieabgaben haben wir den Anstieg der Energiepreise aufgehalten.“

Auch Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) zeigt sich optimistisch: „Zwei Prozent Inflation bedeuten vor allem eines: mehr Luft zum Atmen. Für Familien, für Betriebe und für alle, die in den vergangenen Jahren mit steigenden Kosten zu kämpfen hatten“, sagte Zehetner. „Es freut mich, dass unsere Entlastung bei den Energiepreisen nun messbar wirkt und im Alltag ankommt.“

Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) kommentierte die Schnellschätzung wie folgt: „Mit 2,0 Prozent erreicht die Inflation den niedrigsten Wert seit Dezember 2024 und ist knapp halb so hoch wie im Dezember 2025. Der Rückgang der Inflationsrate geht deutlich über den Basiseffekt des Preisschubs durch die am Jahresbeginn 2025 ausgelaufene Strompreisbremse hinaus.“

Einblick in die Details des Preisrückgangs

Der Rückgang im Energiebereich um 4,9 Prozent hat die Inflationsrate um 1,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat, Dezember 2025, gesenkt. Dieser Rückgang ist unter anderem auf das Ende des Basiseffektes der mit Jahresbeginn 2025 ausgelaufenen Strompreisbremse, die gesenkte Energieabgabe und den reduzierten Erneuerbaren-Förderbeitrag zurückzuführen. Industriegüter verteuerten sich lediglich um 0,8 Prozent im Vergleich zum Januar 2025.

Dienstleistungen bleiben mit einem Plus von 3,8 Prozent weiterhin Einflussfaktor auf die Inflation. Ihr Einfluss hat sich allerdings im Vergleich zu den Monaten zuvor verringert. Im Jahr 2025 lagen die Teuerungsraten bei Dienstleistungen deutlich über vier Prozent, weshalb ihr Einfluss auf die Gesamtinflation höher war als aktuell. Auch Nahrungsmittel, Tabak und Alkohol verteuerten sich im Januar mit einem Plus von 2,7 Prozent weniger stark als im Vorjahr und trugen dadurch weniger zur Inflationsrate bei.

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