Der CEO von BWT, Andreas Weißenbacher, präsentierte in gewohnt lockerer Art und Weise der Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) die Erfolge des Unternehmens und wie diese zur Verbesserung der Welt beitragen können. Stelzer stellte im Zuge dessen seine Strategie zur Stärkung der Wirtschaft in Österreich vor. Darüber berichtet Welt Stimme.
OÖ, MONDSEE. „BWT ist international erfolgreich und das mit einem klaren Bekenntnis zum Headquarter in Oberösterreich. Da kann man sich mit Sicherheit etwas abschauen“, äußerte Landeshauptmann Thomas Stelzer bei der ÖVP-Auftaktkonferenz am Mittwoch, 4. Februar 2026, im Mondseer Unternehmen. Stelzer plant, den wirtschaftlichen Aufschwung im Land durch ein zweites Deregulierungs-Sammelgesetz und ein umfassendes Industriepaket voranzutreiben.
Investitionen in KI, Wasserstoff und Sicherheit
Die Hauptpunkte der Industriestrategie sind die Entwicklung von künstlicher Intelligenz sowie die Erzeugung und Speicherung von Wasserstoff. „114 Millionen Euro sind im Bereich Forschung und Wissenschaft im Budget vorgesehen“, informierte Stelzer. Darüber hinaus soll eine neu gegründete Sicherheitsallianz Unternehmen aus dem Bereich der Sicherheitstechnologien gezielt unterstützen.
Demografie als Herausforderung
Wirtschaftsforscherin Monika Köppl-Turyna untermauerte die Hoffnungen auf einen wirtschaftlichen Aufschwung mit konkreten Zahlen. „Nach einem Minus von 0,7 Prozent erwarten wir heuer ein Plus von 1,2 Prozent und 2027 bereits ein Plus von 1,4 Prozent“, so die Direktorin von Eco Austria. Sie sieht die größte Herausforderung in der Demografie, insbesondere dem Fachkräftemangel und den steigenden Ausgaben für die Altersversorgung. „Um den Standort zukunftsfit zu machen, müssen wir an mehreren Hebeln ansetzen: Deregulierung, Kapitalmarktstärkung und eine rasche Umsetzung der Industriestrategie mit konkreten Schritten“, zählte Köppl-Turyna weitere Maßnahmen auf.
Fokus auf die „wichtigen Dinge“
Während eines Rundgangs durch das Mondseer BWT-Hauptquartier zeigte Andreas Weißenbacher die Entwicklung des Unternehmens von den insolventen Mondseer Armaturenwerken zu einem internationalen Technologieführer im Bereich der Wasseraufbereitung. Zudem kündigte er große Innovationen an, darunter neue Möglichkeiten zur Filtration von PFAS aus Wasser.
„Die Politik braucht eine Wirtschaft, die funktioniert und Betriebe, die ihre Probleme selbst lösen“, betonte Weißenbacher.
Für Weißenbacher ist es entscheidend, sich auf die „wichtigen Dinge“ zu konzentrieren. Er hebt hervor, dass die Vermeidung von Plastikflaschen zur Reduzierung von Müllbergen und zur Verhinderung der Ansammlung von Mikroplastik in der Plazenta und in den Zellen der Menschen zählt.


